Schwerer Unfall: Eisentür begrub Schülerin
- Elfjährige erlitt schweres Schädel-Hirn-Trauma

Ein schwerer Unfall ereignete sich Montag Morgen in einem Grazer Gymnasium: Ein 11-jähriges Mädchen wurde von einer schweren Glasflügeltür, die sich aus der Verankerung gelöst hatte, so unglücklich getroffen, dass es noch an Ort und Stelle intubiert und mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma in die Grazer Kinderchirurgie eingeliefert werden musste.
Wie Michael Höllwarth, der Vorstand der Abteilung, Montag Mittag sagte, konnte der Zustand des Mädchens im Laufe des Vormittags stabilisiert werden. Das Kind wurde in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt und wird künstlich beatmet. Der jetzige Zustand sei stabil, "wie es sich weiterentwickelt, lässt sich jetzt noch nicht sagen", so Höllwarth. Neben der schweren Schädel-Hirnverletzung hat die Schülerin erstaunlicherweise keine weiteren Blessuren erlitten. Immerhin wiegt der Türflügel - eine Metall-Glas-Konstruktion - rund 200 Kilo.
Höllwarth bestätigte auch, dass noch am Unfallort durch den Notarzt eine Intubation - ein Kehlkopfschnitt - am Mädchen durchgeführt worden war. "Damit konnte die optimale Sauerstoffzufuhr des sichergestellt werden", so Höllwarth.
Von Seiten des Landesschulrates für Steiermark wurde erklärt, dass sich die Schule in "sehr gutem baulichen Zustand" befinde. Der Haupteingangsbereich des Gebäudes sei erst "vor einigen wenigen Jahren" neu gestaltet worden, sagte Josef Müller, Pressesprecher des Landesschulrates. Sonst lägen der Landessschulbehörde keinerlei Meldungen von anstehenden Reparaturarbeiten im Eingangsbereich vor. Die Landesschulbehörde selbst ist Hauptmieterin in dem Gebäude in der Pestalozzistraße, Eigentümerin ist die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), die auch für die Sicherheitskontrollen und Wartung zuständig ist.
"Wir werden ab sofort in allen Schulen des Bundes dafür sorgen, dass Tore und Türen mit einem dritten Sicherheitsband versehen werden", sagte der Leiter der Grazer Außenstelle des BIG, Edmund Marchner. "Mit diesem tragischen Unfall wurde uns seine Schwachstelle sichtbar gemacht, mit der wir bisher nicht gerechnet haben", so Marchner, der sich von den Folgen des Unfalls "zutiefst betroffen" zeigte. Warum sich der Querbolzen am Drehgelenk aus der Verankerung gelöst haben könnte, sollte bis zum späteren Nachmittag geklärt sein.
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