Sonntag, 10. März 2002

FORMAT: Sportwetten-Ankick in Kambodscha

  • Wie BetandWin die Glücksspielgesetze in Asien ändert

Krisen wie etwa jene der New Economy kann man auch einfach ignorieren. „Es ist mir egal, ob wir heuer hundert oder zweihundert Millionen Euro umsetzen“, feixt Manfred Bodner, Chef der börsennotierten Online-Wettfirma BetandWin, „ich habe den Anlegern ein bis zwei Milliarden Umsatz mit einem Weltkonzern angekündigt. Dieses Versprechen halte ich.“

Klar, daß der kämpferische Zwei-Meter-Mann und Ex-Neckermann-Manager dafür einige Volltreffer landen muß. Gerade jetzt holt er zu einem Torschuß aus, der bald die Sportfreaks eines ganzen Kontinents, nämlich des asiatischen, von den Hockern reißen könnte.

Heiße Gespräche
Rechtzeitig vor dem Anpfiff der Fußballweltmeisterschaft in Japan und Korea will Bodner in Asien mit Sportwetten starten und seine Umsätze so von 63 Millionen Euro 2001 tatsächlich in Richtung der Milliardenmarke kicken. Im Moment ist er in Kambodscha, Vietnam, Indonesien, Japan und Thailand am Ball. Zumindest in einem dieser Länder will er schon in den nächsten Wochen einnetzen. Bodner: „Die Gespräche sind heiß, bis zur WM geht sich das aus.“

Die höchste Hürde im Rennen um den neuen Kontinent sind die Glücksspielgesetze vor Ort. Sportwetten sind in Asien meist verboten. Doch wer einmal samt seiner Aktie im New-Economy-Crash abgestürzt ist (siehe Grafik), schreckt davor nicht zurück. Bodner: „Das ist bloß eine Frage von Verhandlungen mit der Politik.“

Wie die Webcompany BetandWin noch vor der japanisch-koreanischen Fußball-WM mit dem Wettgeschäft starten will, lesen Sie jetzt im neuen FORMAT!

10.3.2002 16:14