Samstag, 9. März 2002

Baxter kommt nach Krems

  • Weinstadt wird zur Biotech-Hauptstadt

Die niederösterreichische Donaumetropole Krems soll künftig nicht nur Weinliebhaber anziehen. Der US-Pharmariese Baxter International und die renommierte deutsche Fraunhofer-Gesellschaft wollen sie zur neuen Biotechhauptstadt Österreichs machen.

Die niederösterreichische Weinmetropole mauserte sich still und heimlich zu einer der ersten Adressen in Sachen Biomedizintechnologie. Internationale Forschungsinstitute von Weltrang wie etwa die deutsche Fraunhofer-Gesellschaft, aber auch globale Pharmariesen wie Baxter International klopfen immer öfter an die Tür der Gemeindeväter und winken mit der Errichtung von prestigeträchtigen Kompetenzzentren oder Arbeitsplätze schaffenden Produktionsstandorten. Wenn alle Pläne realisiert werden, wird Krems zu einem auch international ernstzunehmenden Biotechnologiezentrum in Österreich.

Bildungshochburg Krems mit eigenem „Campus“
Schon heute ist die Weinstadt ein nicht unbedeutender Biotechstandort. Der Kremser Bürgermeister, Franz Hölzl, nennt den Schlüssel zum Erfolg: „Krems ist eine Bildungshochburg in Niederösterreich. Der Andrang nach Studienplätzen an unserer Donauuniversität oder an der Fachhochschule ist sogar so groß, daß für die Betreiber die bestehenden Räumlichkeiten bereits jetzt zu knapp sind.“

Deshalb plant der umtriebige Bürgermeister bereits einen Ausbau des Universitätsgeländes und Fachhochschulareals zu einem riesigen Knowledge-Zentrum. Seine Vision eines „Campus Krems“ (Hölzl) wird die Gemeinde aber einiges kosten: Der Bau allein soll rund 54 Millionen Euro verschlingen, und mit den Ausgaben für Studentenwohnungen und andere Zusatzeinrichtungen kommen weitere 20 Millionen Euro hinzu. Für den Bürgermeister rechnen sich die Investitionen allemal.

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9.3.2002 21:20