Freitag, 8. März 2002

Continental 2002 mit Rekordumsatz

  • Trotz Absatzrückgängen im Reifengeschäft

Der Reifenhersteller und Autozulieferer Continental hat im vorigen Jahr trotz Absatzrückgängen im Reifengeschäft einen Rekordumsatz von 11,4 Mrd. Euro erzielt. Ausschlaggebend für das Umsatzplus von 1,6 Prozent sei das starke Wachstum der Zuliefersparte Automotive Systems gewesen, die um 14,6 Prozent auf 4,6 Mrd. Euro zugelegt habe, teilte Continental am Montag in Hannover mit. Dagegen hätten die beiden Reifensparten für Pkw und Nutzfahrzeuge auf Grund von Einbußen in Nordamerika Umsatz eingebüßt.

Damit war das Geschäft mit elektronischen Bremsen, Stabilitätsprogrammen und anderen Zulieferprodukten erstmals größer als die bisher wichtigste Continental-Sparte Pkw-Reifen. Das Pkw-Reifengeschäft ging um sechs Prozent auf 3,8 Mrd. Euro zurück, der Umsatz bei Nutzfahrzeugreifen knapp ein Prozent auf 1,3 Mrd. Euro. Der Konzernbereich ContiTech erreichte den Angaben zufolge mit 1,8 Mrd. Euro knapp das Vorjahresniveau.

Hohe Steigerungsraten habe Conti bei Antiblockiersystemen (ABS) und Elektronischen Stabilitätsprogrammen (ESP) erzielt, hieß es. 2002 seien rund 8,5 Mio. ABS (plus 15 Prozent) und 2,5 Mio. ESP (plus 25 Prozent) verkauft worden.

Zur Ertragsentwicklung 2002 wollte Conti sich am Montag noch nicht äußern und gab auch keine Geschäftsprognose für 2003 ab. Weitere Zahlen zu 2002 würden erst in einem Monat am 8. April bei Vorlage der Bilanz gegeben, teilte das Unternehmen mit. Ob dann wegen der unsicheren weltpolitischen Lage eine Prognose für 2003 möglich sei, sei noch offen, sagte ein Conti-Sprecher.

8.3.2002 12:05