Donnerstag, 7. März 2002

Bank of England lässt ihren Leitzins unverändert

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Zinsen wie erwartet unverändert gelassen. Der wichtigste Leitzins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld bleibt damit bei 3,25 Prozent. Dies teilte die Notenbank am Donnerstag nach der Sitzung des EZB-Rates in Frankfurt mit. Zuletzt waren die Leitzinsen in der Eurozone Anfang November 2001 gesenkt worden. Auch die Bank of England (BoE) hat ihren Leitzins erwartungsgemäß unverändert gelassen.

Eine große Mehrheit von Analysten hatte mit unveränderten Leitzinsen gerechnet, weil in den vergangenen Wochen vermehrt Hinweise auf einen baldigen Wirtschaftsaufschwung aufgetaucht waren.

Auch der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Wim Duisenberg (Bild), und der Chef der Deutschen Bundesbank Ernst Welteke hatten sich zuletzt vorsichtig optimistisch über die Konjunktur geäußert. Viele Volkswirte sind bereits überzeugt, dass die EZB die Zinsen in diesem Zyklus nicht mehr senken und stattdessen als nächsten Schritt die Zinsen anheben wird.

Bank of England lässt Leitzins unverändert bei 4,00 Prozent
Die Bank of England (BoE) hat ihren Leitzins am Donnerstag erwartungsgemäß unverändert gelassen. Wie der geldpolitische Rat (MPC) der BoE im Anschluss an seine zweitägige Sitzung mitteilte, bleibt die als Leitzins dienende Repo-Rate bei 4,00 Prozent. Zuletzt hatte die BoE den Leitzins im November 2001 geändert, damals hatte sie ihn um 50 Basispunkte gesenkt.

Spekulationen, die BoE werde ihren Leitzins noch einmal senken, waren in den vergangenen Wochen auf Grund der sich mehrenden Anzeichen für eine unerwartet schnelle Konjunkturerholung geschwunden. Vielmehr gehen viele Beobachter inzwischen davon aus, dass die BoE ihren geldpolitischen Kurs in Abhängigkeit vom weiteren Tempo des Wirtschaftswachstums früher als bisher erwartet straffen wird.

7.3.2002 14:01