Preise für Projekte aus fünf Staaten

Die fünf strahlenden Sieger des diesjährigen Energy Globe Award - dem "Umwelt-Oskar" für die weltbesten effizienten Energieprojekte - wurden am Mittwochabend in einer Gala im Design Center in Linz ausgezeichnet. Sie kommen aus Spanien, den USA, Großbritannien, Polen und Südafrika. Überreicht wurden die 18 Kilogramm schweren Auszeichnungen unter anderem vom früheren sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow und dem ehemaligen deutschen Vizekanzler Hans-Dietrich Genscher.
Der Energy Globe Award 2002 - Träger ist der Oberösterreichische Energiesparverband - prämierte die besten aus 1.300 Projekteinreichungen, die aus 98 Ländern kamen. Vergeben wurde der jeweils mit 10.000 Euro dotierte erste Preis in fünf Kategorien. In der Kategorie "Unternehmen" siegte "Ein Windpark so stark wie ein Atomkraftwerk" aus Spanien. Bei "Verkehr und Gemeinden" war ein Projekt erfolgreich, mit dem amerikanische Kirchen auf erneuerbare Energie setzen. Bei "Bauen und Wohnen" erreichte eine Passivhaus-Wohnanlage aus Großbritannien und Spanien den ersten Platz. Von den "Privaten und öffentlichen Initiativen" schaffte ein Fond "Tausche Schulden gegen Öko-Energie" aus Polen den ersten Platz. In der Sonderkategorie "Wasser" wurde ein Projekt zur Verbesserung der Wasserversorgung in Südafrika mit dem ersten Platz ausgezeichnet.
Die Energy Globe-Gala wurde von Frank Elstner moderiert. Über die Veranstaltung berichteten TV-Teams für 40 Staaten. Botschaften aus elf Ländern waren vertreten. Rainhard Fendrich und die weltberühmte Flamenco Tänzerin Maria Serrano bestritten das Showprogramm, das mit dem Glenn-Miller Orchester ausklang.
Zuvor hatte Gorbatschow als Präsident vom "Grünen Kreuz", einer Umweltorganisation mit Sitz in Genf, auch die Welser Messe besucht. Dort findet von Freitag bis Sonntag eine große Energiesparmesse statt. Außerdem soll dort unter der Bezeichnung "EnergyLand" ein permanentes Kompetenzzentrum zum Thema Energiesparen entstehen, dessen Errichtung von Gorbatschow unterstützt wird und Wels als "Energiehauptstadt Europas" positionieren soll.
Gorbatschow betonte sein Interesse für erneuerbare Energie, nicht zuletzt wegen der Probleme mit den herkömmlichen Formen der Energiegewinnung: "Wir haben das Desaster von Tschernobyl erlebt, dazu den wirtschaftlichen Zusammenbruch der Öl- und Kohlenreviere in den vergangenen Jahren. Das alles hat mich in meiner Überzeugung bestärkt, dass erneuerbare Energie die richtige und beste Lösung für die Zukunft darstellt."

