Mittwoch, 6. März 2002

Der neue Trend beim Bezahlen: Karte statt Münze

Plastik boomt. War Österreich im internationalen Vergleich immer ein Land von Karten-Muffeln, so scheint man seit der Euro-Einführung dem landläufigen Motto "Nur Bares ist Wahres" abzuschwören. NEWS analysiert den neuen Karten-Boom.

Statt des lästigen Münzenzählens glühen seit Jänner die Kredit- und Bankomatkarten. Das Quick-Cash per Chip explodiert. Die Kartenfirmen freuen sich über fette Zuwachsraten, die Konsumenten über immer mehr bargeldlose Kassen und zahlreiche neue, günstige Angebote.

 Der Umsatz der rund zwei Millionen Kreditkarten stieg alleine in den ersten zwei Monaten je nach Unternehmen um bis zu 28 Prozent.
 Die Benützer der 4,8 Millionen Bankomatkarten (Maestro Card) sorgten in den ersten Monaten für einen Umsatz-Schub von 30 Prozent.
 Die Bezahlung per Quick-Cash (Chip auf der Kontokarte) schließlich steigerte sich im Jänner um unglaubliche 625 Prozent – von 1,42 Millionen Euro im Jänner 2001 auf 10,3 Millionen Euro.

Bargeldloser Boom.
„Vor allem Quick profitiert ganz unglaublich vom Euro-Effekt“, freut sich Ewald Judt, Chef von Europay Austria und damit Herr über MasterCard, Maestro (Bankomat) und Quick. Er rechnet für 2002 mit einem gewaltigen Boom des Bezahlens ohne Bargeld. „In den vergangenen Monaten hat der Handel von 40.000 auf über 58.000 Bankomatkassen aufgestockt, was uns heuer ein schönes Wachstum bescheren wird“, so Judt. Das Potenzial sieht er bei 120.000 Bankomat-Terminals. Aber er ist nicht der einzige - alle Anbieter, von Diners Club bis American Express, verzeichnen Zuwächse.

6.3.2002 15:12