Die Arbeitslosigkeit steigt weiter an

Die Situation am heimischen Arbeitsmarkt bleibt auch im Februar weiter angespannt. Die Zahl der Jobsuchenden (Grafik) stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 15,6 Prozent. Gegenüber Jänner 2002 nahm die Arbeitslosigkeit saisonbedingt bereits wieder ab. Im Februar betrug die Zahl der Arbeitslosen in Österreich 287.049. Diese Zahlen gab ÖVP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat bekannt.
In Wien ist mit 85.363 arbeitslos registrierten Menschen im Februar 2002 ein Anstieg von 29,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. In Schulung und daher nicht in der offiziellen Arbeitsmarktstatistik aufscheinend waren 33.300 Jobsuchende. Gegenüber dem Februar 2001 ist die Zahl der Arbeitssuchenden um 38.687 Menschen gestiegen. Insgesamt sagte Rauch-Kallat, dass im europäischen Vergleich Österreich an drittbester Stelle liege.
Starker Anstieg in Wien
In absoluten Zahlen ist die Arbeitslosigkeit in Wien im Vergleich zum Februar des Vorjahres um 19.338 Personen gestiegen. Damit waren in Wien im Februar 2002 insgesamt 85.363 Menschen ohne Beschäftigung. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit liegt mit 31,1 % bei Frauen erheblich höher ist als bei Männern.
Grüne werfen der Regierung "Zynismus" vor
Die Grünen haben die "Jubelrufe" der ÖVP auf die jüngsten Arbeitslosenzahlen als "grenzenlosen Zynismus" kritisiert. Sozialsprecher Karl Öllinger erklärte, dass in Wahrheit die Arbeitslosigkeit im Jahresabstand enorm gestiegen sei. "Was die Regierung tut, grenzt ja schon an den Orwell'schen Versuch, die Realität neu zu interpretieren". In Wahrheit sei dieser Anstieg der Arbeitslosigkeit "gravierend", so Öllinger. Dazu komme noch die Streichung oder Kürzung zahlreicher Projekte in diesem Bereich. "Das als Erfolg hinzustellen, ist gegen die arbeitslosen Menschen gerichtet und mehr als jämmerlich".

