Montag, 4. März 2002

Option auf Mehrheitsübernahme

Die Basler Privatbank Sarasin und die holländische Rabobank haben eine strategische Allianz vereinbart. Die holländische Großbank beteiligt sich in einem ersten Schritt via Kapitalerhöhung mit 28 Prozent am Aktienkapital der Bank Sarasin. Die Rabobank erwirbt darüber hinaus eine Call-Option auf 100 Prozent der Eichbaum Holding, wie die Bank Sarasin weiter bekannt gab. In dieser Holding sind die Eigentümer-Interessen der Sarasin-Teilhaber zusammengefasst.

Die Eichbaum Holding hält laut Aktienführer Schweiz 62,5 Prozent der Stimmen und 25 Prozent des Kapitals der Bank Sarasin. Die Call-Option (Option zum Erwerb von Aktien zu einem im voraus festgelegten Preis) läuft über einen Zeitraum von sieben Jahren.

Im Gegenzug bringt die Rabobank ihre internationalen Private-Banking-Einheiten als Sacheinlage in die Bank Sarasin ein. Durch diesen Schritt verdoppeln sich die für private Kunden verwalteten Vermögen der Bank Sarasin auf mehr als 38 Mrd. Franken.

Insgesamt wird die Basler Privatbank neu verwaltete Vermögen (inklusive institutionelle Kunden und Anlagefondsvermögen) von rund 56 Mrd. Fr. ausweisen. Damit steigt die Bank Sarasin in die Gruppe der größeren Schweizer Privatbanken auf.

Die Rabobank-Gruppe ist der einzige internationale Bankkonzern, der die Bonitäts-Bestnote (Triple-A) der führenden Rating-Agenturen besitzt. Die Gruppe beschäftigt 58.000 Personen und wies Ende letzten Jahres Aktiven von über 530 Mrd. Fr. aus.

Die Bank Sarasin blickt auf ein schlechtes Jahr 2001 zurück. Nach Jahren mit zweistelligen Zuwachsraten musste die Privatbank einen Gewinnrückgang um 47 Prozent auf 70 Mill. Franken hinnehmen. Die Dividende wird um 25 Franken auf 75 Franken gekürzt.

4.3.2002 11:09