Freitag, 8. März 2002

Sturm und GAK ließen im Duell um Rang 2 Punkte

Die Frage nach dem österreichischen Fußball-Meister 2002 ist praktisch zu Gunsten des FC Tirol beantwortet, der Weg in die Erste Division wird wohl zu einem Solo für Admira Wacker Mödling. Im Kampf um Rang zwei und damit die Chance auf die Champions League, und um Rang vier, der eventuell einen Platz im UEFA-Cup bedeuten könnte, herrscht dagegen Spannung in der max.Bundesliga.

Im Grazer Duell um Rang zwei haben am Samstag sowohl Sturm (1:1 in Bregenz) als auch der GAK (0:0 gegen Salzburg) Punkte gelassen, dahinter entbrennt nach dem glücklichen 2:0-Sieg von Rapid gegen den FC Kärnten ein Vierkampf zwischen Kärnten (36 Punkte), Salzburg (34), Austria (30) und Rapid (30).

Nach dem Remis in Vorarlberg liegt Sturm 14 Punkte hinter Titelverteidiger Tirol, der am Sonntag im Heimspiel gegen die Wiener Austria weiter davon ziehen konnte. "Wir haben heute zwei Punkte verloren. Läuferisch und taktisch haben wir gut gespielt, aber vorne doch an Klasse vermissen lassen. Aber wir sind halt, realistisch gesehen, doch nur eine ganz durchschnittliche Mannschaft, das wollen viele in unserem Umfeld nicht zur Kenntnis nehmen", erklärte Sturm-Trainer Ivica Osim, der seinen gesperrten Kapitän Ivica Vastic vorgeben musste.

Kartnig mit Leistung seiner Elf unzufrieden
Nicht akzeptiert hat wohl Klub-Präsident Hannes Kartnig die Leistung seiner Angestellten. Kartnig hatte sich nach dem Schlusspfiff mit der Mannschaft in der Kabine eingeschlossen und wird die entsprechenden Worte gefunden haben.

Gegenüber dem Lokalrivalen hat Sturm allerdings nicht an Boden verloren, die Grazer Athletiker trennten sich nach einer schwachen Partie vom SV Salzburg torlos. "Im Herbst haben wir aus einer halben Chance ein Tor gemacht, jetzt gelingt aus einer Hundertprozentigen keines", trauerte GAK-Trainer Thijs Libregts den vergebenen Chancen nach. Auch Ronald Brunmayr, der vor dem Spiel den APA-Pokal für den Fußballer des Jahres überreicht bekam, leidet im Frühjahr an Ladehemmung.

Salzburg entführte zumindest den ersten Punkt 2002, verlor aber Maynor Suazo durch Verletzung. Am nächsten Wochenende fordert Coach Lars Söndergaard nun drei Zähler: "Gegen Bregenz muss jetzt ein Sieg möglich sein, dann stehen wir in der Tabelle auch wieder besser."

Admira bleibt abgeschlagen am Tabellenende
Am Tabellenende änderte sich nichts. Bregenz und der SV Ried, der gegen Schlusslicht Admira Wacker Mödling über ein 0:0 nicht hinaus kam, haben für die restlichen elf Runden weiter zwölf Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz. "In unserer Situation zählen nur Siege. Unsere bisherige Bilanz im Frühjahr mit zwei Punkten und nur zwei Minustoren ist zufrieden stellend, die Situation aber trotzdem prekär", weiß Admira-Coach Walter Knaller.


Ergebnisse der 25. Runde

Samstag:
SW Bregenz - Sturm Graz 1:1 (0:0)
Rapid Wien - FC Kärnten 2:0 (0:0)
SV Ried - VfB Admira Wacker Mödling 0:0
GAK - SV Salzburg 0:0

Sonntag:
FC Tirol - Austria Wien 2:0 (2:0)

8.3.2002 14:10