Kostelic-Festspiele beim Slalom-Finale in Flachau

Kroatische Festspiele haben die Slaloms beim Weltcupfinale in Salzburg gebracht. Einen Tag nach ihrem Bruder Ivica gewann Janica Kostelic am Sonntag in Flachau auch bei den Damen und das souverän wie in ihren besten Zeiten als Seriensiegerin des Vorjahres. Die Französin Laure Pequegnot sicherte sich mit Platz fünf die letzte noch zu vergebende Kristallkugel.
Beste Österreicherin war Carina Raich als Sechste. Der Gesamt-Weltcup brachte mit Michaela Dorfmeister vor Renate Götschl einen ÖSV-Doppelsieg.
24 Stunden nach dem Riesentorlauf war auch die letzte noch offene Entscheidung im Damen-Weltcup praktisch schon zur Halbzeit gefallen. Pequegnot hatte nach dem ersten Lauf 1,2 Sekunden Vorsprung auf die einzige Verfolgerin Kristina Koznick (USA), ein Sicherheitslauf genügte der 26-Jährigen, die in allen acht Slaloms (drei Mal davon als Siegerin) ins Ziel gekommen ist, um sich als erste Französin seit Perrine Pelen 1980 die Slalom-Kugel zu sichern.
Ein Traumlauf gelang wieder einmal Janica Kostelic. Die von ihren vier Olympia-Medaillen aufgeputschte Kroatin stürmte auf der trotz intensiver Chemie-Behandlung erstaunlich guten Piste mit Laufbestzeit noch von Platz fünf zu ihrem 13. Weltcup-Sieg. Es war paradoxer Weise im letzten Rennen der erste WC-Saisonsieg für die dauerverletzte 20-jährige, die mit geschientem Daumen angetreten war.
Es war auch der erste Weltcup-Sieg seit über einem Jahr für die Kroatin, die in der vergangenen Saison nach acht Siegen in Folge ausgerechnet beim Finale in Aare nicht gewonnen hatte. "Olympia hat mir viel Selbstvertrauen gegeben", sagte Kostelic, die von vielen Schlachtenbummlern aus ihrer Heimat entsprechend gefeiert wurde.
Versöhnlich endete der letzte Slalom auch für die jungen ÖSV-Damen. Mit Raich, Christine Sponring (9.), Marlies Schild (11.) und Sabine Egger (15.) kamen alle vier nicht nur ins Ziel, sondern auch in die Punktewertung. Das sollte auch Trainer Mathias Berthold motivieren, weiter zu machen. Die Läuferinnen selbst sieht er hinter sich. "Er kann ja nichts dafür, dass beim Nachwuchs etwas schief gegangen ist. Er ist ein Super-Trainier, wir halten ihm die Stange", sagte Egger stellvertretend. Der Vorarlberger will seine Entscheidung aber erst nach Rücksprache mit dem ÖSV mitteilen.
Weil die Schweizerin Sonja Nef als punktelose 16. den zumindest notwendigen neunten Platz weit verfehlte, endete der Gesamt-Weltcup bei den Damen wie zuletzt vor zwei Jahren mit einem ÖSV-Doppelerfolg. Nur dass diesmal Dorfmeister vor Götschl triumphierte, allerdings hatte die Steirerin durch ihre vor dem Finale erlittene Verletzung tatenlos zusehen müssen.
| Damen-Slalom von Flachau, Endstand | ||||||
| 1. | Janica Kostelic | CRO | 1:54,66 | |||
| 2. | Anja Pärson | SWE | 1:55,23 | +0,57 | ||
| 3. | Ylva Nowen | SWE | 1:55,38 | +0,72 | ||
| 4. | Tanja Poutiainen | FIN | 1:55,59 | +0,93 | ||
| 5. | Laure Pequegnot | FRA | 1:55,94 | +1,28 | ||
| 6. | Carina Raich | AUT | 1:55,98 | +1,32 | ||
| 7. | Christel Pascal-Saioni | FRA | 1:56,04 | +1,38 | ||
| 8. | Martina Ertl | GER | 1:56,09 | +1,43 | ||
| 9. | Christine Sponring | AUT | 1:56,16 | +1,50 | ||
| 10. | Henna Raita | FIN | 1:56,51 | +1,85 | ||
| 11. | Marlies Schild | AUT | 1:56,59 | +1,93 | ||
| 12. | Monika Bergmann | GER | 1:56,67 | +2,01 | ||
| 13. | Kristina Koznick | USA | 1:56,73 | +2,07 | ||
| 14. | Vanessa Vidal | FRA | 1:56,77 | +2,11 | ||
| 15. | Sabine Egger | AUT | 1:56,80 | +2,14 | ||
| 16. | Sonja Nef | SUI | 1:57,01 | +2,35 | ||
| 17. | Veronika Zuzulova | SVK | 1:57,08 | +2,42 | ||
| 18. | Sarah Schleper | USA | 1:57,10 | +2,44 | ||
| 19. | Marlies Oester | SUI | 1:57,16 | +2,50 | ||
| 20. | Spela Pretnar | SLO | 1:57,41 | +2,75 | ||
| 21. | Trine Bakke-Rognmo | NOR | 1:58,42 | +3,76 | ||
| 22. | Karen Putzer | ITA | 2:01,35 | +6,69 | ||
Ausgeschieden im 1. Lauf: Corina Grünenfelder (SUI)
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