Super-G-Doppelsieg für Österreich

Österreichs Skidamen haben die Speed-Disziplinen mit dem zweiten Saison-Doppelsieg ausklingen lassen. 24 Stunden nach ihrem Abfahrtssieg holte sich Michaela Dorfmeister am Donnerstag beim Finale in Zauchensee 0,66 Sekunden vor Alexandra Meissnitzer auch den Super G und feierte ihren 14. Weltcup-Sieg. Meissnitzer sicherte sich mit ihrem besten Saisonergebnis hinter Hilde Gerg, die Dritte wurde, noch Platz zwei im Super G-Weltcup.
Ein perfekter Abschluss, bei dem Dorfmeister (Nummer 1) und Meissnitzer (2) auf weicher Piste und bei schlechter Sicht von ihren niedrigen Startnummer profitierten. "Mir war bei der Besichtigung schon klar, dass die Nummer optimal ist", gestand Dorfmeister. Einzig Martina Ertl, die mit Startnummer 26 Vierte wurde, stellte die Theorie vom Startnummern-Rennen auf den Kopf. Mit 1,61 Sekunden Rückstand konnte aber auch sie die ÖSV-Damen nicht gefährden. Die dreifache Olympiasiegern Janica Kostelic stürzte nach ebenfalls guter Zwischenzeit, blieb aber unverletzt.
Die Topsensation wäre hingegen beinahe Stefanie Schuster gelungen. Die 32-jährige Vorarlbergerin hatte mit ihren auf dem Frühjahrs-Schnee superschnellen Blizzard-Ski oben unglaubliche 1,07 Sekunden Vorsprung, wurde nach einem Riesenfehler in ihrem allerletzten Weltcup-Rennen dann aber nur Fünfte, beendet ihre Karriere also doch sieglos. "Egal. Es ist schön zu sehen, dass ich noch das Niveau habe und dass ich auch im letzten Rennen versucht habe, zu gewinnen," fand Schuster trotzdem versöhnliche Worte.
Dorfmeister lächelt nach dem ganzen Pech bei Olympia offenbar nun wieder das Glück. "Die Startnummern acht und eins waren noch, es war ein Glücksfall", grinste sie. Zwei Siege innerhalb von 24 Stunden hat es bei "Dorfi" auch noch nie gegeben. "Zudem bin ich jetzt vier Mal Bestzeit gefahren, das taugt mir schon sehr". Die letzte große sportliche Herausforderung wartet nun am Samstag, wo sie im Riesentorlauf Sonja Nef noch die Kristallkugel streitig machen will. Die Schweizerin hat 20 Punkte Vorsprung.
Mit fünf Läuferinnen unter den ersten zehn ging der Super G für Österreich auch mit einem großen mannschaftlichen Erfolg zu Ende. Vor allem Meissnitzer strahlte über ihre beste Saisonplatzierung. "Eine sehr gute Fahrt ohne Fehler. Ich komme jetzt immer besser in Form, schade dass die Saison vorbei ist", sagte sie. "Aber wenigstens habe ich wieder eine Daseins-Berechtigung, brauche niemand erklären, warum ich weiter fahre", ulkte die Salzburgerin.
| Super G der Damen in Zauchensee | ||||||
| 1. | Michaela Dorfmeister | AUT | 1:27,87 Min. | |||
| 2. | Alexandra Meissnitzer | AUT | +0,66 Sek. | |||
| 3. | Hilde Gerg | GER | +1,50 | |||
| 4. | Martina Ertl | GER | +1,61 | |||
| 5. | Stefanie Schuster | AUT | +1,62 | |||
| 6. | Tanja Schneider | AUT | +1,83 | |||
| 7. | Caroline Lalive | USA | +1,84 | |||
| 8. | Corinne Rey-Bellet | SUI | +1,88 | |||
| 9. | Brigitte Obermoser | AUT | +2,18 | |||
| 10. | Kirsten L. Clark | USA | +2,22 | |||
| 11. | Genevieve Simard | CAN | +2,32 | |||
| 12. | Melanie Turgeon | CAN | +2,33 | |||
| 13. | Carole Montillet | FRA | +2,38 | |||
| Warwara Zelenskaja | RUS | +2,38 | ||||
| 15. | Karen Putzer | ITA | +2,44 | |||
| 16. | Melanie Suchet | FRA | +2,47 | |||
| 17. | Janette Hargin | SWE | +3,25 | |||
| 18. | Petra Haltmayr | GER | +3,31 | |||
| 19. | Daniela Ceccarelli | ITA | +3,38 | |||
| 20. | Selina Heregger | AUT | +3,47 | |||
| 21. | Isolde Kostner | ITA | +3,73 | |||
| 22. | Sylviane Berthod | SUI | +4,31 | |||
| 23. | Patrizia Bassis | ITA | +4,80 | |||
Ausgeschieden: Janica Kostelic (CRO), Maria Riesch (GER), Jonna Mendes (USA)
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