Sechster Abfahrtssieg in dieser Saison

Die Abfahrts-Saison der Herren hat am Mittwoch so geendet, wie sie begonnen hat: Mit einem Sieg von Stephan Eberharter. Der Tiroler war bei der zehnten Abfahrt der Saison zum sechsten Mal die Nummer eins und feierte damit würdig die Übergabe der ersten Kristallkugel seiner Karriere, jener für den Abfahrts-Weltcup.
Zweiter beim Finale in Altenmarkt-Zauchensee wurde der Schweizer Ambrosi Hoffmann vor Weltmeister Hannes Trinkl, der damit im Weltcup bei fünf Starts vier Mal aufs Podest kam.
Eberharter schrieb mit seinem sechsten Sieg wieder ein Stück Ski-Geschichte. Franz Klammer hat 1974/75 mit acht Erfolgen in einer Saison als einziger mehr Abfahrtsrennen im Laufe eines Winters gewonnen, jetzt schob sich Eberharter auf Platz zwei. Noch vor Assen wie Hermann Maier, Pirmin Zurbriggen, Peter Wirnsberger, Peter Müller, etc. Der Vorsprung von letztlich 290 Punkten im Disziplinen-Weltcup auf Fritz Strobl ist somit leicht erklärbar, den dritten Platz holte sich Kristian Ghedina.
"Zehn Siege in einer Saison, das ist schon nicht so schlecht", schmunzelte Eberharter im Ziel. In einer Abfahrt, in der er auch vom Glück begünstigt wurde. Denn die Startnummer sieben war an diesem Tag schon fast die obere Grenze. Denn durch die Sonne und die hohen Temperaturen wurde die Piste - im Gegensatz zum Damen-Rennen - im unteren Teil immer langsamer. Bester Beweis: Eberharter gewann vor den Startnummern eins, zwei und fünf (Hoffmann, Trinkl, Strobl).
Eberharter war's egal, er genoss seine erste Kugel und Sieg Nummer zehn. Langsam muss er sich nun auch um eine größere Vitrine umsehen: "Eigentlich kommen die Weltcup-Kugeln zu den anderen Highlights der Karriere. Aber es kann schon passieren, dass der Schrank langsam zu klein wird." Der Moment der ersten Kugel war dann aber auch für den sonst so coolen Steff ein emotionaler. "Es ist was ganz Besonderes, wenn man so etwas zum ersten Mal bekommt. Es ist das Ergebnis, wie ich schon oft gesagt habe, von sehr harter Arbeit. Und das freut mich eben."
Weltmeister Trinkl wieder auf dem Podest
Beeindruckend war aber auch die Vorstellung von Trinkl. Nach seinem Comeback im Jänner lieferte er die Plätze zwei, drei, vier, eins und drei und schob sich damit mit 50 Prozent aller Rennen noch auf den fünften Platz im Abfahrts-Weltcup. "Leider ein schwerer Fehler, sonst wäre noch mehr drinnen gewesen", bedauerte der Weltmeister, der aber von Fahrer zu Fahrer besser gelaunt war. "Mit fünf Rennen noch Fünfter zu werden, das macht mich schon glücklich", meinte der "Oldie", der sich nach der Saison einer Knieoperation unterziehen wird, dann aber so gut wie sicher weitermachen wird.
"Die Stimmung in der Mannschaft ist bestens und mit dem Stephan hat einer gewonnen, der auch menschlich sehr in Ordnung ist", freute sich der Oberösterreicher, dessen Familie in Zauchensee das erste Mal "voll versammelt" bei einem Rennen war, für seinen Teamkollegen. Danach legte er auch in der Trainer-Diskussion via ORF noch ein Schäuflein nach: "Hans Pum und Toni Giger sollten sich einmal anschauen, was der Robert Trenkwalder alles geleistet hat", meinte er.
| HERREN-ABFAHRT - Zauchensee: | ||||||
| 1. | Stephan Eberharter | AUT | 1:41,80 | |||
| 2. | Ambrosi Hoffmann | SUI | 1:42,07 | +0,27 | ||
| 3. | Hannes Trinkl | AUT | 1:42,26 | +0,46 | ||
| 4. | Fritz Strobl | AUT | 1:42,29 | +0,49 | ||
| 5. | Lasse Kjus | NOR | 1:42,43 | +0,63 | ||
| 6. | Christian Greber | AUT | 1:42,45 | +0,65 | ||
| 7. | Kurt Sulzenbacher | ITA | 1:42,47 | +0,67 | ||
| 8. | Peter Rzehak | AUT | 1:42,69 | +0,89 | ||
| 9. | Kristian Ghedina | ITA | 1:42,70 | +0,90 | ||
| 10. | Kjetil-Andre Aamodt | NOR | 1:43,40 | +1,60 | ||
| 11. | Franco Cavegn | SUI | 1:43,41 | +1,61 | ||
| 12. | Michael Walchhofer | AUT | 1:43,52 | +1,72 | ||
| 13. | Didier Cuche | SUI | 1:43,58 | +1,78 | ||
| 14. | Christoph Gruber | AUT | 1:43,76 | +1,96 | ||
| 15. | Bruno Kernen | SUI | 1:44,51 | +2,71 | ||
| 16. | Roland Fischnaller | ITA | 1:44,74 | +2,94 | ||
| 17. | Claude Cretier | FRA | 1:44,82 | +3,02 | ||
| 18. | Klaus Kröll | AUT | 1:44,84 | +3,04 | ||
| 19. | Fredrik Nyberg | SWE | 1:44,97 | +3,17 | ||
| 20. | Daron Rahlves | USA | 1:45,10 | +3,30 | ||
| 21. | Hans Knauß | AUT | 1:45,18 | +3,38 | ||
| 22. | Luca Cattaneo | ITA | 1:45,79 | +3,99 | ||
| 23. | Rolf Von Weissenfluh | SUI | 1:46,80 | +5,00 | ||
| 24. | Antoine Deneriaz | FRA | 1:47,71 | +5,91 | ||
| 25. | Adam Cole | USA | 1:48,68 | +6,88 | ||
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Fußball Nationalteam18:03
Der ÖFB-TrainingsalltagEin "24-Stunden-Job" für Teamchef Marcel Koller. Klein schießt Zuschauer k.o.
