Sonntag, 10. März 2002

Indian Wells: Hewitt & Hantuchova siegreich

  • Hewitt souveräner Sieger gegen Tim Henman
  • Damen: Hantuchova schlägt Hingis im Finale

Lleyton Hewitt hat seine Position als Nummer eins im Herrentennis eindrucksvoll bestätigt. Der 21-jährige Australier fertigte am Sonntag im Finale des mit 2,95 Millionen Dollar dotierten Masters Series-Turniers in Indian Wells den Engländer Tim Henman in 81 Minuten mit 6:1,6:2 ab und dokumentierte damit, dass er nach seiner sechswöchigen Wettkampfpause nach einer Windpocken-Erkrankung wieder zu seiner Topform zurückgefunden hat.

Für Hewitt, der im Halbfinale bereits Pete Sampras mit 6:2,6:4 keine Chance gelassen hatte, war dies der 14. Titel seiner Karriere und der erste bei einem Masters. Bereits vor zwei Wochen hatte sich der Australier in San Jose durch einen 4:6,7:6,7:6-Finalerfolg über Andre Agassi (USA) erstmals in diesem Jahr in die Siegerliste eingetragen.

Während Hewitt seit seinem Vorjahrs-Erfolg bei den US Open kein Match mehr verloren und seither 18 Partien in Folge gewonnen hat, ging für den Briten eine schwarze Serie weiter. Er verlor im achten Match gegen den Australier zum achten Mal und stellte nachher fest: "Ich kann ihm nur gratulieren, er legt derzeit für uns alle die Latte sehr hoch."

Hantuchova gewinnt Turnier der Damen
Daniela Hantuchova machte am Sonntag ihren sensationellen Siegeslauf im mit 2,1 Millionen Dollar dotierten Tier-I-Turnier von Indian Wells perfekt. Die erst 18-jährige Slowakin bezwang überraschend auch die als Nummer zwei gesetzte Schweizerin Martina Hingis nach nur 75 Minuten mit 6:3,6:4. Hantuchova sicherte sich damit ihren ersten Titel auf der WTA-Tour. Der Ausgang kam umso überraschender, weil Hingis bis ins Endspiel lediglich 18 Games abgegeben und überzeugt hatte.

"Ein Traum ist für mich wahr geworden", freute sich der Teenager nach dem Gewinn seines ersten Siegerschecks, der gleich auf stattliche 332.000 US-Dollar (377.144 Euro) ausgestellt war. "Das war mein erstes Finale überhaupt - und dann gleich in so einem wichtigen Turnier. Eine der größten Spielerinnen auf diese Art und Weise zu schlagen, das ist einfach unglaublich für mich." Hantuchova agierte ohne Respekt und mit Power: Nicht weniger als 30 Winner zeugen davon. "Sie hat ohne Angst gespielt und hatte nichts zu verlieren. Sie hat die Linien getroffen, ich konnte da nicht viel tun", gestand Hingis.

10.3.2002 14:16