Freitag, 8. März 2002

Fans fühlten sich durch "Pinguin-Team" provoziert

Für Brasiliens Fußball-Nationalmannschaft läuft es im WM-Jahr bisher ganz nach Wunsch. Nach dem 6:0 gegen Bolivien und dem 1:0 gegen Saudi-Arabien gab es am Donnerstag mit dem 6:1-Kantererfolg gegen Island den dritten Sieg im dritten Spiel, allerdings mit einem schalen Beigeschmack.

Auch ohne Europa-Legionäre waren die Südamerikaner so klar überlegen, dass der Ehrentreffer Islands von den brasilianischen Fans in Cuiaba stürmisch bejubelt wurde. Nach der Partie gab es ein Pfeifkonzert der Zuschauer, die sich aufgrund des schwachen Gegners (die zweite Wahl der Isländer beinhaltete Studenten, einen Bankkaufmann und einen Telefontechniker) provoziert fühlten. Brasilianische Medien nannten die Auswahl aus dem Land der Geysire ein "Pinguin-Team", zahlreiche Anhänger hatten das Stadion schon eine halbe Stunde vor dem Abpfiff verlassen.

Brasilien - Island 6:1 (2:0)
Cuiaba, 35.000
Tore: Anderson Polga (4., 69.), Kleberson (20.), Kaka (47.), Gilberto Silva (51.), Edilson (62.) bzw. Steinsson (77.)

8.3.2002 10:29