"Muss Gesamt-Weltcup aus dem Kopf kriegen"

Für Österreichs Nordische Kombinierer geht es nach einigen Tagen zu Hause zur entscheidenden Weltcup-Serie nach Skandinavien. Für Weltcup-Titelverteidiger Felix Gottwald gilt es, bei den ausständigen vier Saison-Konkurrenzen in Falun, Trondheim und in Oslo (zwei Bewerbe), seinen auf 31 Punkte geschrumpften Vorsprung auf den Deutschen Ronny Ackermann ins Ziel zu retten.
Darum absolvierte der Salzburger mit Sprungtrainer Andy Felder am Dienstag auch ein Spezialtraining in der Ramsau.
"Das war sehr fein, weil ich endlich wieder einmal mehrere Einheiten absolvieren konnte", meinte Gottwald. Mehr als drei Sprünge habe er zuletzt vor den Olympischen Spielen machen können. Das "Feeling" sei ganz gut gewesen. "Ich habe wieder ein ganz gutes Gefühl aufgebaut. Jetzt muss ich schauen, dass ich das locker umsetze. Aber ich werde voll angreifen", versprach der Salzburger.
Gottwald arbeitet am Absprung
Bei Gottwald mangelte es zuletzt am Absprung, mit sechs Sprüngen am WM-Ort von 1999 hat er daran gearbeitet. Die Situation ist auch deshalb nicht so einfach, weil Samppa Lajunen und Ackermann derzeit sehr gut springen. "Und der Felix kommt immer hinter den Beiden und möchte dann genau so weit springen", erklärt Cheftrainer Günther Chromecek. Das gestand auch Gottwald. "Ich habe in Lahti vielleicht ein bisserl zu sehr auf die anderen geachtet. Ich muss jetzt schauen, dass ich den Gesamt-Weltcup aus dem Kopf raus kriege und beim Springen in meinem Bereich bin. Die Lauf-Form passt ja hundertprozentig", sagt Gottwald.
Nur 31 Punkte Vorsprung auf Ackermann
Der Vorsprung von 31 Zählern ist jedenfalls keinesfalls ein Ruhepolster. "Der Ronny hat zuletzt allein in zwei Bewerben 100 Punkte gut gemacht", rechnet Chromecek vor. Im Umstand, dass die restlichen Konkurrenzen alle auf Großschanzen ausgetragen werden, sieht Chromecek keine Vorteile für besser in Form befindliche Springer. "Das ist egal, dafür werden auf der Großschanze weniger Meter-Punkte vergeben", sagt der Cheftrainer. Für Gottwald spricht am Samstag in Falun, dass es wieder einen Massenstart geben wird. "Das ist gut, denn diese Bewerbe hat Felix immer sehr gut absolviert. Es wäre ein Hit, wenn er den Vorsprung wieder ausbauen könnte", hofft Chromecek, der neben Gottwald auch mit dem bewährten Weltcup-Team Mario Stecher, Christoph Bieler, Christoph Eugen und Michael Gruber zum Skandinavien-Trip aufbrach.
Das restliche Weltcup-Programm der Nordischen Kombinierer
Samstag: Falun - Massenstart/K115
Mittwoch (13.3.): Trondheim - Sprint/K120
15./16.3.: Finale Oslo - Normal- und Sprintbewerb (K115)
