Samstag, 9. März 2002

Bisherige Gespräche waren nur Meinungsaustausch

Trotz derzeitiger Verhandlungen mit den Vereinten Nationen will der Irak keine neuen UNO-Inspektoren ins Land lassen. Der irakische Vizepräsident Taha Jassin Ramadan erklärte, die Verhandlungen änderten nichts an der irakischen Einschätzung, dass es sich bei den Inspektoren tatsächlich um Spione handle.

Bei dem Treffen am Donnerstag habe es sich um einen Meinungsaustausch gehandelt. UNO-Generalsekretär Kofi Annan hatte am Freitag sein Gespräch mit dem irakischen Außenminister Naji Sabri als "positiv und konstruktiv" bewertet.

Sanktionen seit elf Jahren
Die seit elf Jahren gültigen Sanktionen gegen Irak sollen erst aufgehoben werden, wenn UNO-Inspekteure die Zerstörung des irakischen Arsenals an Massenvernichtungswaffen bestätigt haben. Sie mussten das Land 1998 verlassen. Die irakische Regierung betrachtet deren Arbeit als beendet und fordert die Aufhebung der Sanktionen.

9.3.2002 15:44