Frauentag soll auf Ungleichbehandlung hinweisen

Der heutige Internationale Frauentag ist Anlass, auf die nach wie vor bestehende Diskriminierung von Frauen hinzuweisen. Frauen verdienen immer noch etwa ein Drittel weniger als Männer, haben wesentlich schlechtere Chancen bzw. Bedingungen am Arbeitsmarkt und sind durch die Familienarbeit zumindest doppelt belastet. Die Politik verspricht seit Jahrzehnten Abhilfe, in der Praxis scheitert es aber schon an nicht vorhandenen Kinderbetreuungplätzen.
Politische Parteien und Vereinigungen werden heute verstärkt auf die Probleme von Frauen hinweisen und Lösungsansätze einfordern bzw. aufzeigen. Die Stichwörter lauten Einkommensschere, Bildungschancen, Karenzzeiten, Wiedereinstieg, finanzielle Eigenständigkeit.
Die SPÖ-Frauen haben sich für eine Aktion im Wiener Prater entschieden, die FPÖ präsentiert den Frauen-Gesundheitsbericht, die Wiener SPÖ ein Buch über "Pionierinnen". Am Nachmittag findet eine Demonstration gegen die schwierige Situation von Frauen an den Universitäten statt. Analoge Veranstaltungen gibt es in den Bundesländern.
Der Frauentag ist aus der sozialen Not heraus geboren worden. Er fand erstmals 1908 in den USA statt, 1911 wurde er in Kopenhagen im Rahmen einer sozialitischen Frauenkonferenz als Gedenktag beschlossen und 1975 als solcher von der UNO anerkannt.
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