Parlament wählt Rugova zu Provinz-Präsidenten

Nach monatelangen Streitigkeiten hat das Parlament des Kosovo am Montag die künftige politische Führung der Provinz bestellt. Der langjährige Führer der Kosovo-Albaner, Ibrahim Rugova von der Demokratischen Liga des Kosovo (LDK), wurde zum Präsidenten gewählt. Ministerpräsident wurde Rexhep Bajrami von der Demokratischen Partei (PDK) des früheren Führers der Kosovo-Untergrundarmee UCK.
Die Regierung besteht aus einem Ministerpräsidenten und neun Ministern. Vier Minister gingen an die LDK, je zwei an die PDK und die Allianz für die Zukunft des Kosovo des ehemaligen Untergrundkämpfers Ramush Haradinaj und je ein Ministerposten an die serbische Koalition "Povratak" und die bosniakische Koalition "Vatan".
Rugova hatte seit der Abschaffung der Autonomie des Kosovo in Jugoslawien Ende der 80er Jahre den gewaltfreien Widerstand der albanischen Mehrheitsbevölkerung gegen Belgrad geführt. Nach der Parlamentswahl im vergangenen November hatten sich die drei führenden Parteien der Kosovo-Albaner monatelang nicht auf die künftige Machtverteilung in der Provinz einigen können. Wegen heftiger Konflikte zwischen Rugovas LDK und den Nachfolgeorganisationen der Kosovo-Befreiungsarmee UCK scheiterte die Wahl Rugovas drei Mal.
Nach dem in der Vorwoche vom neuen Leiter der UNO-Administration (UNMIK), Michael Steiner, durchgesetzten Kompromiss, erhielt die LDK vier der zehn Ministerposten. Jeweils zwei gingen an die PDK von Thaci und die Allianz für den Kosovo des ehemaligen Untergrundführers Ramush Haradinaj. Je einen Ministersessel erhielten die serbische und die bosniakische Koalition.
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