Schöps zieht Italiener an

In der Wiener Nordwestbahnstraße, dem Headquarter des Bekleidungsdiskonters Schöps, wollen die Telefone nicht stillstehen. Wird die einst von Leopold Böhm gegründete Modekette heute mehrheitlich im Besitz des Hamburger Investors Thomas J. C. Matzen schon wieder verkauft, oder ist das eine Ente? "Es laufen derzeit sehr konkrete Ver-handlungen. Finalisiert ist aber noch nichts", setzt Guido Eric Wolfram, Miteigentümer und Vorstand, den Spekulationen im aktuellen FORMAT ein Ende.
Kaufinteressent ist der italienische Dottore Piofrancesco Borghetti. Er selbst kann freilich zu den Verhandlungen aus aktienrechtlichen Gründen keine Stellungnahme abgeben, da Borghetti neben vielen anderen Beteiligungen, wie etwa an dem Kosmetikkonzern Marbert unter anderem auch Großaktionär der börsennotierten Hamburger Modekette Jean Pascale ist.
Der honorige Padrone will aber dennoch möglichst rasch die mittlerweile 113 Schöps-Filialen mit gelbem Logo und 110 Millionen Euro Umsatz erwerben. Offiziell möchte Borghetti noch die Schöps-Bilanz 2001 einsehen und danach eine Entscheidung treffen. Er weiß allerdings schon jetzt sehr genau, daß Schöps seit 1999 wieder auf gesunden Beinen steht.
Der Kaufpreis für Schöps wird mit etwa achtzig Millionen Euro taxiert. Basis für diese Berechnung sind zehn Jahresgewinne.
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