Kredite von "tragfähigen Wirtschaftsprogramm" abhängig

Der Internationale Währungsfonds (IWF) macht dem krisengeplagten Argentinien Hoffnung auf neue Kredite. Der IWF sei zu Kreditgesprächen bereit, sagte Sprecher Thomas Dawson am Donnerstag in Washington. Der Fonds warte auf die von Wirtschaftsminister Jorge Remes Lenicov (Bild) in Aussicht gestellte formelle Einladung der Regierung in Buenos Aires, um mit den Verhandlungen zu beginnen.
Eine IWF-Delegation könne bereits in der kommenden Woche nach Argentinien reisen. Vor einem neuen Abkommen sei jedoch noch eine Menge Arbeit zu erledigen, sagte Dawson.
Der IWF hatte die Hilfe für Argentinien im Dezember eingestellt und macht neue Kredite von einem "tragfähigen Wirtschaftsprogramm" abhängig. Vor zwei Wochen verlangte der IWF Erläuterungen über die argentinischen Pläne, unter anderem in den Bereichen Steuerpolitik, Steuerverwaltung, Finanzaufsicht der Provinzen und Restrukturierung der Auslandsschulden.
Argentinien bemüht sich zur Stabilisierung der Wirtschaft um neue Kredite in Höhe von 20 Mrd. Dollar (23,1 Mrd. Euro/318 Mrd. S). Mindestens 95 der 141 Mrd. Dollar Auslandsverbindlichkeiten müssen umgeschuldet werden. Argentinien hatte den Schuldendienst im Zuge der schweren Wirtschaftskrise teilweise eingestellt.

