Für 2002 jetzt nur 2,5 bis 3 Prozent BIP-Plus in Sicht

Die US-Wirtschaft befindet sich nach den Worten des Chefs der US-Zentralbank (Fed), Alan Greenspan, in der Nähe eines Wendepunkts. Und dürfte in einem langsameren Tempo zu wachsen beginnen als bei früheren Rezessionen. Diese Greenspan-Analyse löste beim Dollar einen Kurssturz aus.
Wie Greenspan am Mittwoch vor dem Finanzausschuss des Kongresses sagte, erwarten Fed-Experten für dieses Jahr ein inflationsbereinigtes Wachstum zwischen 2,5 und 3 Prozent. Das liegt unter der Fed-Schätzung vom Juli vergangenen Jahres, als noch von 3 bis 3,25 Prozent ausgegangen worden war.
Die Erholung der US-Wirtschaft könnte in diesem Jahr nach den Worten des Präsidenten der US-Notenbank schwächer ausfallen als von den Märkten erwartet, da das Erholungstempo möglicherweise durch fehlende Konsumnachfrage begrenzt werde.
Daneben wirkten sich auch die volatile Verfassung der Finanzmärkte in den USA wie auch im Ausland sowie die Überkapazitäten der US-Industrie hemmend auf eine zügigere Erholung aus. In seinem Bericht zur US-Geldpolitik unterstrich Greenspan am Mittwoch, dass die sich abzeichnende Erholung keinen Inflationsdruck erwarten lasse.
Damit dämpfte er zugleich Spekulationen, dass die Fed möglicherweise bereits im Juni zu einer strafferen Geldpolitik übergehen könnte.
Dollar fällt nach Greenspan-Rede auf Tagestief
Der Dollar ist nach den Äußerungen von US-Notenbank-Chef Alan Greenspan zu Euro und Yen auf ein Tagestief gefallen. Der Euro stieg entsprechend auf 0,8661/63 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuvor den Referenzkurs mit 0,8649 Dollar festgelegt. Zum Yen fiel der Dollar auf 134,29/33 Yen von 134,75/80 Yen zur Eröffnung des New Yorker Handels.

