Freitag, 1. März 2002

Prost-Nachfolgeteam startet nicht in Malaysia

  • FIA verweigert Starterlaubnis

Der zweite Lauf zur Formel-1-WM wird am kommenden Wochenende in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur definitiv ohne den neuen Phoenix-Rennstall stattfinden. Dem Nachfolgeteam des einstigen Rennstalls des vierfachen Weltmeisters Alain Prost wurde die Starterlaubnis vom Automobilsport-Weltverband (FIA) verwehrt. Mit dem Kauf der Prost-Konkursmasse sei nicht automatisch auch das Startrecht gekauft worden.

Der britische, als "Hähnchenkönig" bekannte, Geschäftsmann Charles Nickerson hatte um 2,586 Millionen Euro die Konkursmasse - die Autos, sämtliche Patente und Rechte des Teams - erworben. Sollte er mit dem alten Prost-Team tatsächlich in der Formel 1 antreten, müsste er pro versäumtem Rennen 500.000 Dollar Strafe bezahlen. Ein Start erst beim dritten Saisonlauf in Sao Paulo am 31. März würde also eine Million Dollar kosten.

Verwirrspiel um die Übernahme
Zwei Parteien haben sich zuletzt um die Übernahme der Konkursmasse bemüht. Arrows-Teamchef Tom Walkinshaw teilte vorige Woche in Melbourne mit, seine TWR-Gruppe unterstütze eine Gruppe von Leuten, die Prost gekauft hätten. "TWR hilft ihnen im technischen Bereich, damit sie so schnell wie möglich wieder fahren können", sagte der Schotte. "Vielleicht in vier Wochen in Brasilien, vielleicht aber auch schon in zwei Wochen in Malaysia." Auch Paul Stoddart, der Besitzer des Minardi-Teams, hatte dem Konkursverwalter ein Angebot unterbreitet.

1.3.2002 11:32
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