Salzburger sollen sich für Olympia begeistern

"Wir nehmen einen besonderen Platz unter den acht Kandidaten für die Olympischen Winterspiele 2010 ein", zeigte sich Salzburgs Landeshauptmann Franz Schausberger heute, Sonntag, während eines Radiointerviews im ORF-Landesstudio Salzburg zuversichtlich. Salzburg sei nun einmal ein Wintersportland Nummer eins. Ein Zuschlag würde mehrere Milliarden Schilling ins Land fließen lassen und einen weltweiten, unbezahlbaren Werbeeffekt durch hunderte Stunden Fernsehübertragungen mit sich bringen.
Um das Ziel Olympia erreichen zu können, müsse sich die Begeisterung, wie sie in Salt Lake City zu spüren gewesen sei, auch auf Salzburg und ganz Österreich übertragen, betonte der Landeshauptmann. Diese Begeisterung sei für das Internationale Olympische Komitee eine wichtige Voraussetzung für einen Zuschlag. Die Zustimmung der Salzburger Bürger werde auch durch eigens durchs Land geschickte Meinungsforscher immer wieder überprüft.
Nicht nur die Austragungsorte selbst, sondern das ganze Land würde von den Olympischen Spielen profitieren. Das Zukunftsprojekte helfe, Wohlstand und Lebensqualität zu sichern, unterstrich der Landeshauptmann. Salzburg habe wichtige Kontakte in Salt Lake City knüpfen können. "Wir brauchen in allen Bereichen Professionalität", betonte Schausberger.
Die Politik müsse sich im Wesentlichen auf das Lobbying und auf das Controlling beschränken. Um den operativen Bereich sollten sich Experten und Fachleute kümmern. "Das wurde mir auch durch den Gouverneur des Bundesstaates Utah und den Bürgermeister von Salt Lake City eindringlich geraten", sagte der Salzburger Landeshauptmann.
Die Bewerbung Salzburgs besteche durch die geglückte Kombination von Sport und Kultur, erklärte Schausberger. Sie sei kompakt und konzentriere die 78 Sportveranstaltungen auf nur drei Regionen. Diese würden über leistungsstarke Verkehrsanbindungen verfügen. Es seien auch nur wenige Neubauten notwendig. Damit werde dem geforderten Umweltaspekt Rechnung getragen.
