Feuergefecht im Süden Jerusalems

Israelische Truppen sind heute Früh erneut in ein Flüchtlingslager bei Jenin einmarschiert. Dabei wurde ein Palästinenser getötet, 15 wurden verletzt. Gestern hatte Israel auch ein palästinensisches Flüchtlingslager bei Nablus gestürmt, das als Hochburg militanter Extremisten gilt. In heftigen Gefechten wurden 13 Palästinenser getötet.
Palästinenser beschossen einen Vorort von Jerusalem. Laut israelischem Rundfunk nahmen die Truppen im Balata-Flüchtlingslager bei Nablus mehrere Gebäude ein. Die Offensive folgte dem Anschlag einer palästinensischen Selbstmordattentäterin, bei dem nahe Jerusalem 3 israelische Polizisten verletzt worden waren. UNO-Generalsekretär Annan forderte den sofortigen Rückzug der Armme. Die USA riefen Israel zur Zurückhaltung auf.
Israelische Soldaten und Palästinenser lieferten sich außerdem Donnerstag Abend im Süden Jerusalems ein längeres Feuergefecht. Wie Radio Israel meldete, wurde eine Person im Wohnviertel Giloh durch palästinensischen Beschuß leicht verletzt, mehrere Autos seien beschädigt worden. Im Gazastreifen seien drei Mörsergranaten in israelische Siedlungen geschossen worden, es habe aber keine Opfer gegeben.
Ein Berater des palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat beschuldigte Israel, jegliche Hoffnung auf Frieden zu zerstören. Ahmed Abdel Rahman sagte: "Wir können die Palästinenser nicht davon abhalten, sich selbst und ihr Land zu verteidigen, so lange die (israelische) Besatzung andauert." Dagegen begründete die israelische Führung ihr Vorgehen damit, dass zahlreiche Selbstmordattentäter aus den Lagern kamen. "Wir haben nicht vor, dort zu bleiben", sagte Verteidigungsminister Benjamin Ben Eliezer dem israelischen Fernsehen.
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