Geld soll aus Verkauf von Förderdarlehen kommen

Mit einem finanziellen Angebot an eine neue tschechische Regierung will Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl (V) in neue Verhandlungen zur Schließung des AKW-Temelin eintreten. Aus dem Verkauf nieder- und oberösterreichischer Wohnbauförderdarlehen könnten rund 2,15 Mrd. Euro (29,6 Mrd. S) lukriert werden - dieses Geld solle für Ausstiegsverhandlungen verwendet werden, sagt Leitl.
"Wenn man von den Tschechen verlangt, dass sie eine Investition von rund 2,2 Mrd. Euro gleich nach der Inbetriebnahme stilllegen sollen, wird dass nicht gehen", begründet er seinen Vorschlag. Oberösterreich und Niederösterreich würden sich von Temelin am meisten bedroht fühlen und seien gerade dabei, noch ausstehende Wohnbauförderdarlehen zu verkaufen, so Leitl. Allein in Oberösterreich liege der Barwert bei 1,45 Mrd. Euro, in Niederösterreich wären weitere 700 Mill. Euro möglich, rechnet der Wirtschaftskammer-Präsident vor. Mit diesem Geld könne man nach der Wahl in Tschechien mit einer neuen Regierung in Verhandlungen treten.
Gemeinsam mit den Tschechen könnten dann österreichische Unternehmen in der Energie- und Umwelttechnik eine innovative Lösung mit erneuerbarer Energie finden, so Leitl weiter. Solch eine Energieinnovation könne sogar Unterstützung über EU-Programme finden, so Leitl in einem Interview mit der Zeitschrift "Gewinn".
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