In Deutschland tauchten halbbedruckte Scheine auf
- Peinliche Panne im Februar
- Banknoten stammten aus Österreich

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Peinliche Panne im Februar: In Deutschland tauchten halbbedruckte Euro-Scheine aus Österreich auf. Der Fehler kam via Bankomat-Geldausgabe in einer Volksbank im Gütersloh ans Tageslicht. Mittlerweile sind "halbnackten" Scheine oder andere Euro-Raritäten begehrte Sammlerstücke. Liebhaber zahlen Höchstpreise für die Fehldrucke - vielleicht sind sie bald so wertvoll wie die "Blaue Mauritius"...
Bei der Oesterreichischen Banknoten & Sicherheitsdruck GmbH (OeBS), einer 100-Prozenttochter der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), dürfte eine peinliche Panne passiert sein. Trotz strengster Kontrollen wurden vermutlich fehlerhafte Fünf-Euro-Scheine ausgeliefert. Der Bankomat in einer Volksbank in Gütersloh spuckte einen Fünf-Euro-Schein aus, dessen Rückseite lediglich Seriennummer und Sicherheitsfaden ziert.
Mittlerweile sei der merkwürdige Blanko-Schein im Wert von fünf Euro bereits mehrmals im Kreis Paderborn aufgetaucht. "Das ist ein Fehler, der auf Grund des Qualitätssicherungssystems eigentlich nicht passieren darf", erklärte ein Sprecher der Landeszentralbank in Düsseldorf. Aber bei 3,2 Milliarden gedruckten Fünf-Euro-Noten sei es durchaus möglich, dass es bei einem der Druckbögen - auf dem 54 Scheine gleichzeitig durch die Rotation laufen - zu einem Fehler komme.
OeBS: Menschliches Versagen ist nicht auszuschließen
OeBS-Geschäftsführer Wolfgang Färber meint dazu: "Wir haben 850 Millionen Banknoten gedruckt. Dass menschliches Versagen passieren kann, ist nicht auszuschließen." Näheres will Färber aber erst Mitte nächster Woche wissen, da steht ein Termin mit den Kollegen aus Deutschland auf dem Programm, wo man sich auch mit dem Problem der "halbleeren Fünfer" beschäftigen wird. "Da hoffe ich, endlich einen dieser Fünf-Euro-Scheine zu sehen".
Scheine sind begehrt Sammlerstücke
Doch es gebe ein Problem: Die Menschen, die die falsch bedruckten Scheine aus den Bankomaten bekommen, wollten diese unter keinen Umständen aus der Hand geben und wollen diese "Sonderdrucke" lieber behalten. Der Sammlerwert des Scheins soll schon jetzt deutlich über fünf Euro liegen, heißt es. Die Angst, dass die halbseitig bedruckten Scheine nichts wert sind, braucht jedenfalls laut Färber niemand zu haben: "Wenn jemand mit einem solchen Schein zur Notenbank geht, wird er sicher ersetzt."

