VW legt Produktionspause ein

Mit der zweiten außerplanmäßigen Produktionspause in sechs Monaten reagiert der Volkswagen-Konzern auf den stotternden Automobilmarkt. Ziel der bis zu fünf gestrichenen Arbeitstage über Ostern in mehreren Werken sei es, den Aufbau von Lagerbeständen zu vermeiden, sagte ein VW-Sprecher am Donnerstag in Wolfsburg. Insgesamt werden durch den Schritt zunächst 15.000 Fahrzeuge weniger gefertigt.
Von der Unterbrechung sind erneut die unter anderem in Wolfsburg und Emden gefertigten Massenmodelle Golf und Passat betroffen. Bereits Anfang Oktober hatte VW die Produktion in diesen beiden Werken ausgesetzt. Das neue Luxusmodell Phaeton in Zwickau-Mosel wird weiter gebaut.
Im Stammwerk in Wolfsburg werden die Produktionsbänder für den Golf außerplanmäßig am Gründonnerstag und in der Woche nach Ostern stillstehen. Neben Wolfsburg, Emden und Zwickau-Mosel sind auch die Produktionsstätten Bratislava und Brüssel betroffen. Mit der Flexibilität der Vier-Tage-Woche sei es möglich, auf die Nachfrageschwankungen zu reagieren, hieß es. Der Schritt war mit dem Betriebsrat abgestimmt worden. Bereits nach der Pause im Oktober hatte Konzernbetriebsratschef Klaus Volkert weitere Produktionsunterbrechungen nicht ausgeschlossen.

