Mittwoch, 20. Februar 2002

US-Verbraucherpreise erstmals seit 11.9 gestiegen

Die US-Verbraucherpreise sind im Jänner zum ersten Mal seit September wieder angestiegen und zwar etwas stärker als von Analysten erwartet. Saisonbereinigt seien die Preise im Vergleich zum Dezember um 0,2 Prozent geklettert nach einem Rückgang von revidiert 0,1 Prozent im Dezember, teilte das US-Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet.

Auch in der Kernrate, also ohne die schwankungsanfälligen Preise für Nahrungsmittel und Energie, sei das Preisniveau um 0,2 (Vormonat 0,1) Prozent gestiegen, hieß es. Hier fiel die Teuerung wie von Analysten erwartet aus.

Zugleich sanken nach Angaben des US-Arbeitsministeriums die durchschnittlichen preis- und saisonbereinigten Wochenlöhne der Arbeitnehmer in den USA im Jänner gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent. Im Dezember waren sie noch um revidiert 0,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat gestiegen.

Eine zunehmende Inflation wird von Volkswirten als Signal für ein Ende der aggressiven Zinspolitik durch die US-Notenbank (Fed) verstanden. Die Fed hatte ihren maßgeblichen Zinssatz für Tagesgeld im vergangenen Jahr um insgesamt 4,75 Prozent auf 1,75 Prozent gesenkt, um das Wachstum der US-Wirtschaft anzukurbeln.

20.2.2002 15:06