Ministerin Forstinger sagt entschieden Nein!

Der Chef der Straßenverwaltungsgesellschaft ASFINAG, Walter Hecke, ließ Montag mit einem Vorschlag aufhorchen. Seiner Meinung nach sollten in Zukunft auch Pkw ein kilometerabhängiges Road-Pricing bezahlen. Verkehrsministerin Forstinger erteilte dem eine Absage.
Es sei verursachergerecht, wenn in Zukunft auch Pkw eine solche Maut für die Benützung der Autobahnen zahlen müssten, so Hecke.
Verkehrsministerin Forstinger erteilte dem Vorschlag vorerst eine klare Absage. "Die Pkw-Maut ist für mich kein Thema", sagte Forstinger. Eine "benutzergerechte und belastungsgerechte Anlastung von Kosten" werde laut Forstinger vielmehr durch die Lkw-Maut erreicht. "Die Lkw belasten die Straße mehr und sollen dementsprechend dafür zahlen", sagte Forstinger. Die Einführung der Lkw-Maut ist - wie berichtet - für Mitte 2003 geplant.
Zum Vorschlag Heckes, die Asfinag an die Börse zu bringen, verlangt Forstinger erst einmal ein "Gesamtkonzept". Erst dann, wenn dieses Paket politisch akkordiert sei, könne man über die Realisierung sprechen, meint die Verkehrsministerin.
Laut Asfinag decken sich diese Ansichten mit den Aussagen ihres Vorstandschefs. Heckes Vorschläge seien eine "strategische und visionäre Sache". Dabei handle es sich um keine Diskussion, "die heute, morgen oder übermorgen losgeht", betonte Asfinag-Sprecher Marc Zimmermann am Montag. Wenn die Diskussion "in einigen Jahren" tatsächlich losgetreten werde, werde die Asfinag natürlich mit dem Ministerium sprechen, so Zimmermann.

