Mittwoch, 20. Februar 2002

Salzburger wollen ein ordentliches Frühjahr spielen

Unter Anwesenheit sämtlicher sieben Neuzugänge präsentierten am Mittwoch SV Salzburg-Präsident Rudolf Quehenberger, Sportdirektor Otto Baric, Obmann Anton Pichler und Trainer Lars Söndergaard ihre Zukunftspläne für den Fußball-max.Bundesligisten aus der Mozartstadt. Positive Nachrichten gab es vor allem bezüglich des Stadionbaus in Wals-Siezenheim, denn die Arbeiten schreiten gut voran und der erste Stock der Arena steht bereits.

"In einem Jahr wird die Pressekonferenz zur Frühjahrseröffnung bereits im neuen Stadion stattfinden", kündigte Obmann Pichler an. Sportliche Wundertaten erwartet Quehenberger in Salzburg aber noch nicht: "Wir haben nicht die große Qualität geholt, werden aber trotzdem ein ordentliches Frühjahr spielen. In der Saison 2002/2003 greifen wir dann richtig an."

Keine Reibereien zwischen Söndergaard und Baric
Entgegen einiger Gerüchte präsentierte sich das neu formierte Duo Söndergaard-Baric als friedliche Einheit, für den dänischen Coach gab´s vom ehemaligen ÖFB-Teamchef sogar gehöriges Lob. "Gratulation an den Trainer. Es wird hervorragend gearbeitet, die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist gut, Organisation und System funktionieren bestens", meinte Baric, der das Frühjahr zum Selektionieren jener Spieler nützen möchte, die den Salzburgern auch in weiterer Zukunft weiterhelfen können.

Im ersten Monat als Neo-Sportdirektor machte sich Baric ein Bild von der U17, U19 sowie den Amateuren der Salzburger und wagt auch schon erste Prognosen: "Im Lager der Amateure gibt es acht Spieler, die bei idealem Verlauf durchaus Zukunft haben. In zwei Jahren wird Salzburg viele gute österreichische Spieler haben."

Trainer Söndergaard legte in der laut eigenen Angaben optimalen Vorbereitung besonders auf den physischen Bereich und die Problembewältigung im Angriff wert. Den Sprung in die Stammelf traut Söndergaard von der Flut an Neuen lediglich Gabor Bukran und Thomas Hickersberger zu, Ewald Brenner, Igor Sekic, Gernot Messner, Branko Radovanovic und Jürgen Pichorner brauchen noch einige Zeit, um sich an das neue System zu gewöhnen.

In der Tormannfrage spricht derzeit alles für Heinz Arzberger, da Szabolcs Safar nach seiner Verletzungspause erst fünf Wochen trainiert und nur zwei Testpartien bestritten hat. "Safar braucht noch Zeit und Spielpraxis", meinte Söndergaard.

20.2.2002 13:57