Projekt Klagenfurter EM-Stadion vorgestellt

"Dieser Baustein hat noch gefehlt. Jetzt können wir alle Auflagen des EM-Pflichtenheftes erfüllen". Also sprach Beppo Mauhart, der scheidende ÖFB-Präsident am Mittwoch in einem Pressegespräch zum "Thema "Fußball-Europameisterschaft 2008 und Präsentation Projekt Wörther-See-Arena" im Wiener Gasometer. Mit der zu bauenden neuen Arena in Klagenfurt ist der österreichische Stadion-Teil der gemeinsamen Bewerbung mit der Schweiz für die EM-Endrunde mit den Standorten Wien (Ernst Happel-Stadion), Salzburg (im Bau) und Innsbruck (kann aufgestockt werden) komplett.
Das EM-Stadion Klagenfurt liegt in der Nähe von "Minimundus", was aber keineswegs auf die Größe der Arena schließen lässt, und verkehrsmäßig günstig zur Autobahn. Es soll auch einen Hotelbereich und ein Einkaufszentrum umfassen, Vorbild ist das Stadion in Basel. "Es wird eines der modernsten Stadien in Europa. Wir haben nun gute Chancen, mit der Schweiz den Zuschlag zu bekommen", ist Sportministerin Susanne Riess-Passer überzeugt. Der Bund wird sich mit einem Drittel an den den "reinen" Stadionkosten beteiligen. Die kleine Variante (mit etwa 17.000 Zuschauern) würde 27 Millionen Euro (372 Mill. S) kosten, die große Variante (rund 30.000 Besucher) 40 Millionen Euro oder 550 Mill. S, wobei ein Rückbau auch möglich wäre. Der Umbau des bestehenden Wörthersee-Stadions wäre zu kostenaufwendig gewesen.
Haider rechnet mit politischer Zustimmung
Das komplette Großprojekt mit Einkaufszentrum usw. käme auf 90 Millionen Euro (1,238 Mrd. S). "Ich gehe davon aus, dass die letzten Bedenken im Klagenfurter Stadtsenat zerstreut werden können und dem Projekt politisch der Segen erteilt wird", sagte der ebenfalls anwesende Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider, der mit seinem Sport-Landesrat Gerhard Dörfler nach Wien gekommen war. Der Klagenfurter Stadtsenat wird am 28. Februar über das Projekt entscheiden und - wie allgemein angenommen wird - das "grüne Licht" einschalten.
Mauhart: "Positive Stimmung"
Mauhart, der eben erst von einer Sitzung in Zürich nach Wien zurückkehrte, hob "die absolut positive Stimmung in der Schweiz für die EM-Bewerbung" hervor. "Es wäre an der Zeit, dass die EM-Endrunde an die Mitte Europas vergeben wird", meinte der ÖFB-Präsident, dessen präsumtiver Nachfolger, Friedrich Stickler, ebenfalls dem Pressegespräch beiwohnte. Die EM-Endrunde wird im Dezember dieses Jahres vergeben.
