Schett peilt in den USA Rückkehr unter Top 20 an

Alfred Tesar, der neue Captain des österreichischen Fed Cup-Teams, muss zum Auftakt der Weltgruppe am 27/28. April in Charlotte gegen Rekord-Sieger USA (17 Erfolge) auf die beste heimische Spielerin verzichten. Barbara Schett (Bild) verkündete vor ihrem Abflug zu den nächsten WTA-Turnieren in den USA (Scottsdale, Indian Wells, Miami), dass ihr dieser Bewerb zu diesem Termin nicht in die Saisonplanung passt. Sie wird deshalb in Charlotte fehlen.
Für Schett, die bei einem Antreten in Charlotte zwei für sie wichtige Turniere in Deutschland sausen lassen müsste, ist ihr Entschluss aber keine grundsätzliche Absage an den Fed Cup: "Bei einer Niederlage wäre ich natürlich gerne bereit, dann in der Relegation wieder für Österreich zu spielen". Und eine Niederlage wird sich gegen die Amerikanerinnen, die derzeit mit Jennifer Capriati (1), Venus Williams (2), Lindsay Davenport (4), Monica Seles (7) und Serena Williams (8) über fünf Top-Ten-Spielerinnen verfügen, ja kaum verhindern lassen. Das ÖTV-Team wird nach der Schett-Absage wohl Barbara Schwartz, Evelyn Fauth, Patricia Wartusch und Sylvia Plischke umfassen.
Für Schett haben derzeit persönliche Ambitionen Priorität. Die Innsbruckerin, die im März 28 Jahre alt wird, hat sich für heuer die Rückkehr unter die Top Ten zum Ziel gesetzt und möchte bei den nächsten Einsätzen möglichst viele Punkte holen. In den ersten zwei Monaten hat dies ja nicht nach Wunsch geklappt, denn abgesehen von den Australian Open (Runde drei) war meist sehr früh Endstation. Schett, die ja 1999 im WTA-Ranking schon auf Platz sieben zu finden war, führt das zum Teil darauf zurück, dass sie bei den großen Turnieren durch ihr aktuelles Ranking (23) nicht gesetzt ist und teilweise durch Lospech (Kaliber wie Justine Henin oder Monica Seles als Erstrunden-Gegnerinnen) früh gescheitert ist.
Nun möchte sie nach einem längeren Training in der Heimat - zuletzt mit Gerald Mandl in Salzburg - bei den kommenden US-Turnieren verlorenes Terrain gut machen. Am Montag droht zwar ein weiterer Rückfall, da die Punkte vom Vorjahr in Dubai aus der Wertung fallen, doch dann möchte Babsi wieder ordentlich punkten. "Es wäre an der Zeit, dass ich wieder länger in den Turnieren mitspiele."
