100 deutsche Elite-Soldaten im Afghanistan-Einsatz

Etwa 100 deutsche Elitesoldaten sind bereits seit Wochen an der Seite von US-Militärs in Afghanistan im Einsatz gegen die Terrororganisation El Kaida. Erstmals bestätigte Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) entsprechende Informationen in einem Zeitungs-Interview. Der Einsatz des Kommandos Spezialkräfte (KSK) sei "eindeutig" durch das Mandat des Bundestages gedeckt. Nähere Angaben über Art und Umfang der Mission machte Scharping nicht.
"Die KSK-Soldaten werden gemeinsam mit Soldaten unserer Verbündeten eingesetzt", sagte Scharping. Das Parlament und der Verteidigungsausschuss des Bundestages würden "unter Beachtung der notwendigen Geheimschutz-Bestimmungen laufend unterrichtet". Bei dem Einsatz gegen das El-Kaida-Netz des Terroristenführers Osama bin Laden gehe es auch um Aufklärung terroristischer Gefahren und Strukturen.
3.900 deutsche Soldaten für Afghanistan bereitgestellt
Der deutsche Bundestag hatte insgesamt 3.900 Soldaten für den Anti-Terror- Kampf bereitgestellt. Derzeit sind auch etwa 600 Bundeswehr-Soldaten als Teil der internationalen Afghanistan-Schutztruppe (ISAF) in Kabul im Einsatz.
Der Parlamentsvorbehalt für Auslandseinsätze der Bundeswehr muss nach Ansicht der verteidigungspolitischen Sprecherin der Grünen- Fraktion, Angelika Beer, möglicherweise verschärft werden. "Für uns Grüne stellt sich die Frage, ob der Bundestag über Einsätze der Bundeswehr statt wie bisher mit einer einfachen künftig mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit entscheiden sollte", sagte Beer der "Bild am Sonntag". Dies werde auch Thema des Bundesparteitags der Grünen Mitte März sein.
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