Freitag, 22. Februar 2002

Ferrero-Waldner reist nach Tunesien, Algerien, Marokko

Außenministerin Benita Ferrero-Waldner (V) reist heute zu offiziellen Besuch in die drei Maghreb-Staaten Algerien, Marokko und Tunesien. Sie wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Bei ihren Aufenthalten in den Hauptstädten wird die Ministerin von den Staatsoberhäuptern, Regierungschefs und Mitgliedern der Regierungen empfangen.

Ziel der Reise ist die Vertiefung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen und ein Meinungsaustausch über aktuelle internationale Fragen.

Die Maghreb-Rundreise beginnt am Montag in Tunesien. Auf dem Programm in Tunis stehen Gespräche im Außenministerium sowie eine Begegnung mit Staatspräsident Zine el-Abadine Ben Ali. In Aussicht genommen ist ferner ein Treffen mit dem "Außenminister" der Palästinensischen Befreiungsbewegung (PLO), Faruk Kaddumi. Montag Abend trifft Ferrero-Waldner in Algier ein, wo sie mit ihrem Amtskollegen Abdelaziz Belkhadem die Gespräche aufnimmt. Am Dienstag sind Unterredungen mit Premier Ali Benflis und Staatspräsident Abdelaziz Bouteflika geplant.

Dienstag Abend reist die Außenministerin nach Marokko weiter. Zum Auftakt ihres Aufenthalts in Rabat konferiert Ferrero-Waldner mit dem marokkanischen Außenminister Mohamed Benaissa. Im Verlauf des Mittwoch stehen ferner Treffen mit Ministerpräsident Abderrahman Youssoufi und Innenminister Driss Jetou sowie eine Audienz bei König Mohammed VI. auf dem Programm. Ein Luftverkehrsabkommen und ein Doppelbesteuerungsabkommen sollen unterzeichnet werden. Die Rückreise nach Wien erfolgt Mittwoch Abend.

Österreich unterhält zu den drei Maghreb-Staaten traditionell gute Beziehungen. Tunesiens Außenminister Habib Ben Yahia unterstrich Ende November bei einem Wien-Besuch die enge Bindung seines Landes an die EU; Tunesien, das als erster Staat der Region ein Assoziierungsabkommen mit der Union abschloss, wickelt 80 Prozent seines Außenhandels mit der EU ab. In Marokko stößt Österreichs Wirtschaft auf harte internationale Konkurrenz; Chancen haben der Anlagenbau sowie der Pharmasektor. Das erdöl- und erdgasreiche Algerien birgt großes Potenzial.

22.2.2002 20:14