Österreichische Soldaten bei NATO-Großmanöver

Von 25. Februar bis 15. März findet in Polen eine Großübung der "NATO-Partnerschaft für den Frieden" statt. Auch 510 österreichische Soldaten werden an der Übung teilnehmen. Sie wurden am Freitag in St. Pölten offiziell verabschiedet.
Bei dem Festakt in der Spratzerner Kopal-Kaserne hob Verteidigungsminister Herbert Scheibner (F) die besondere Bedeutung dieses Auslandseinsatzes hervor.
Angetreten waren die NÖ Militärmusik, das Panzerbataillon 10 aus Spratzern und das gesamte Kontingent für Polen - die 4. Panzergrenadierbrigade mit Soldaten aus Linz-Ebelsberg, Wels, Ried und Spratzern, sowie das Korpskommando II aus Salzburg mit Divisionär Hubertus Trauttenberg an der Spitze. Seitens des Bundesheeres waren die Divisionäre Johann Culik und Kurt Raffetseder aus den Bundesländern Nieder- und Oberösterreich anwesend, die den Großteil der Soldaten für das österreichische Kontingent stellen.
Scheibner: "Klares Signal für gemeinsame Verteidigungspolitik"
Das österreichische Bundesheer habe schon bei vielen internationalen Übungen teilgenommen. Jetzt geschehe das zum ersten Mal mit einem sehr starken Kontingent und einer mechanisierten Truppe, erklärte Scheibner. Dies wäre ein klares Signal dafür, dass Österreich nicht nur auf dem Papier eine gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Europa eingegangen sei, sondern auch bereit sei, einen aktiven Beitrag einzubringen. Das Bundesheer erfülle damit die zweite Säule der neuen Heeresdoktrin, nämlich einen Beitrag beim internationalen Krisenmanagement zu leisten.
Die österreichischen Soldaten werden bei dem Großmanöver in Polen in einer gemeinsamen Brigade mit Truppen aus der Slowakei, Rumänien, Deutschland und Finnland unter dem Kommando von Brigadier Klemens Hofmeister, dem Kommandanten der 4. Panzergrenadierbrigade, stehen. Geübt werden sollen friedenserhaltende Maßnahmen in einer "Krisen-Reaktions-Operation".
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