Vor laufender Kamera enthauptet

Nach der Ermordung des US-Journalisten Daniel Pearl durch pakistanische Extremisten sind am Freitag Einzelheiten aus dem Hinrichtungsvideo bekannt geworden. Vor seiner Ermordung sprach Pearl zwei Minuten lang vor der Kamera, wie die in Karachi ansässige Nachrichtenagnetur "Online Agency" mitteilte, der das Band zugespielt wurde.
Der verschleppte Journalist wirke ruhig und sage, dass seine Eltern Juden seien, und er selbst nach Israel gereist sei, heißt es in der schriftlichen Mitteilung weiter. Die "Moslems in Palästina, in Kaschmir und anderen Teilen der Welt werden unterdrückt und brutal behandelt", erkläre der US-Journalist zudem.
Schließlich erscheine eine Hand und greife seinen Kopf, während eine zweite Hand ihm mit einer scharfen Waffe die Kehle durchschneide. Später nähere sich die Kamera dem vom Körper abgetrennten Kopf Pearls, teilte die Agentur mit. Ein Vermummter fordere anschließend auf Urdu, dass die "Grausamkeiten" gegen Moslems weltweit aufhören müssten. Zudem müssten die pakistanischen Gefangenen auf dem Militärstützpunkt Guantánamo in Kuba freigelassen werden und die USA von Pakistan bereits bezahlte F-16-Kampfflugzeuge liefern.
Sollten diese Forderungen nicht erfüllt werden, erginge es "den Amerikanern und Juden" so wie Pearl, beschließe der Mann seine Erklärung.
Es sei "sehr sehr schmerzvoll" gewesen, das Video anzusehen, sagte ein Vertreter der Agentur. Nach Informationen der pakistanischen Polizei wurde der Überbringer des Videos von den Ermittlern vernommen. Es handele sich um einen in Karachi lebenden pakistanischen Journalisten, sagte Pakistans Innenminister Moinuddin Haider.
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