Mädchen bat vor 3 Jahren (!) einen Freund um Hilfe
Wenn die Vorwürfe stimmen, dann hat das heute 16 Jahre alte Mädchen eine unbeschreibliche Tortur durchlebt. Fünf Jahre lang! Erst soll sich der Vater, ein leitender Gendarm, an seiner Tochter vergiffen haben. Dann, vor drei Jahren, bat das Mädchen einen Freund ihres Vaters um Hilfe - doch statt die Behörde zu alarmieren, soll sich der Mann ebenfalls an der Schülerin vergangen haben! Die 16-Jährige, die sich schon ein Mal das Leben nehmen wollte, soll auch mehrere Male krankenhausreif geprügelt worden sein. Die Gendarmen wurden in U-Haft genommen.
"Es herrscht tiefe Betroffenheit, dass überhaupt derartige Vorwürfe bestehen." Das sagte Gerald Hesztera vom Gendarmeriezentralkommando des Innenministeriums zu den Anschuldigungen gegen zwei leitende Gendarmen im Bezirk Mödling. Der Vater, ein Postenkommandant, steht unter dem schweren Verdacht, seine inzwischen knapp 16-jährige Tochter sexuell missbraucht zu haben. Auch sein Stellvertreter soll sich an dem Mädchen vergriffen haben.
Laut Major Karl Kuhn habe die Kriminalabteilung Niederösterreich zunächst in Richtung des Verdachts der körperlichen Misshandlung des Mädchens durch den Vater ermittelt. Die Minderjährige habe auch einen Selbstmordversuch unternommen und sei im Wiener AKH in psychologischer Behandlung gewesen, wo sie sich einem Arzt anvertraut habe.
Ausschlag gebend für die niederschriftlichen Angaben des mutmaßlichen Opfers sexuellen Missbrauchs sei eine neuerliche Körperverletzung durch den Vater in dieser Woche gewesen: Die Mutter sei mit ihrer Tochter wieder ins Spital gefahren. Dann erfolgten die Festnahmen der Verdächtigen. Der stellvertretende Postenkommandant sei ein "Freund des Hauses" gewesen. Die mutmaßlichen Fälle sexuellen Missbrauchs hätten sich "im privaten Bereich" zugetragen.
Strafrechtlich sei in der Causa die Staatsanwaltschaft am Wort, für die Gendarmerie gehe es vorerst um die dienstrechtliche Beurteilung des Falles, betonte Hesztera. Das sei mit der vorläufigen Suspendierung der leitenden Beamten geschehen. Der Fall gehe nun an die unabhängige Disziplinarkommission. Dann sei das Ende des Gerichtsverfahrens abzuwarten, ehe das Disziplinarverfahren weiter geführt werde. Sollten die Beamten, für die derzeit die Unschuldsvermutung gilt, eine mehr als einjährige unbedingte Freiheitsstrafe erhalten, würden die Bestimmungen des Amtsverbotes nach Paragraf 27 StGB in Kraft treten.
Laut Rudolf Masicek, Vizepräsident und Pressesprecher am Landesgericht Wiener Neustadt, ist die U-Haft über den Postenkommandanten und Vater des Mädchens wegen des Verdachts des Beischlafs mit Unmündigen nach Paragraf 206 (1), der Unzucht mit Unmündigen nach Paragraf 207 (1) und anderer (u.a. Nötigung) verhängt worden. Gegen den Stellvertreter besteht der Verdacht der Schändung nach Paragraf 205 (1) sowie ebenfalls der Unzucht mit Unmündigen.
Familiendrama in St. Pölten16:26
Bluttat: Tochter Zeuge?Vater schoss auf Sohn und richtete sich selbst. Waffenbesitz des 37-Jährigen illegal
Kriminalität20:48
Acht Jahre lang Sklavin19-jährige Deutsche wurde jahrelang misshandelt. Mutmaßliche Täter verhaftet.
Raubvögel vergiftet11:09
Falken ausgerottetBregenz: Taubenzüchter vergiftet gesamte Population am Pfänderstock
