US-Präsident schließt Angriff auf Nordkorea aus

US-Präsident George W. Bush hat sich zur Aussöhnungspolitik zwischen Süd- und Nordkorea bekannt. Er unterstütze die Versöhnungspolitik Südkoreas, sagte Bush am Mittwoch nach einem Treffen mit Präsident Kim Dae Jung in Seoul. Einen US-Angriff auf Nordkorea schloss Bush ausdrücklich aus. Bei seinem Blick über die Grenze nach Nordkorea sah Bush allerdings genau das, was er erwartet hatte: das Böse.
Von einem schwer gesicherten Bunker aus schaute Bush durch ein Fernglas hinüber zur 90 Meter entfernten Grenze. Oberstleutnant Williams Miller deutete auf ein Gebäude in Nordkorea mit einer aufgemalten weißen Taube und erklärte, es handle sich um das Friedensmuseum des koreanischen Volkes. Dort würden auch zwei Äxte aufbewahrt, mit denen nordkoreanische Truppen 1976 zwei amerikanische Soldaten getötet hatten. "Haben Sie das gehört?", rief Bush den mitgereisten Journalisten zu. "Die Äxte, mit denen zwei US-Soldaten geschlachtet wurden, liegen in deren Friedensmuseum. Kein Wunder, dass ich denke, sie sind böse."
Im Gespräch mit Präsident Kim Dae Jung erklärte Bush: "Ich bin bereit zum Dialog mit Nordkorea. Ich habe dieses Angebot zuvor gemacht, bis jetzt hat es keine Antwort gegeben." Er sei über die Reaktion des Nordens enttäuscht. Dieser werde die Annäherungspolitik nicht akzeptieren. Bush fügte hinzu, er sei tief besorgt über die Lage der Menschen in Nordkorea.
Präsident Kim bemüht sich im Rahmen seiner so genannten Sonnenscheinpolitik um eine Aussöhnung mit dem kommunistischen Norden. Bush war am Dienstag in Südkorea eingetroffen und will noch im Laufe des Mittwoch die inner-koreanische Grenze besuchen. Danach wird er am Donnerstag in Peking erwartet.
Korea ist seit dem Ende des Kriegs von 1950-53 geteilt. Zwischen beiden Ländern gilt zwar ein Waffenstillstand, ein Friedensvertrag wurde bisher aber nicht abgeschlossen. Die USA haben 37.000 Soldaten in Südkorea als Schutz vor einem Angriff des Nordens stationiert.
Familiendrama in St. Pölten16:26
Bluttat: Tochter Zeuge?Vater schoss auf Sohn und richtete sich selbst. Waffenbesitz des 37-Jährigen illegal
Kriminalität20:48
Acht Jahre lang Sklavin19-jährige Deutsche wurde jahrelang misshandelt. Mutmaßliche Täter verhaftet.
Raubvögel vergiftet11:09
Falken ausgerottetBregenz: Taubenzüchter vergiftet gesamte Population am Pfänderstock
