Zahlen auf "Cash-Basis"

Das Defizit in der österreichischen Leistungsbilanz - auf Basis von Zahlungsströmen ("Cash-Basis") - ist im Jahr 2001 um 1,43 Mrd. Euro von 5,54 auf 4,11 Mrd. Euro (56,55 Mrd. S) gesunken teilte die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am Freitag mit. Verantwortlich dafür war vor allem die Verbesserung bei den grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungsströmen.
Bei den Warenzahlungen verringerte sich das Minus von Jänner bis Dezember 2001 kumuliert um 0,86 Mrd. Euro auf 6,24 Mrd. Euro. Der Dienstleistungsüberschuss stieg um 0,69 Mrd. auf 4,7 Mrd. Euro, wobei sich das Plus im Reiseverkehr um 0,1 Mrd. Euro auf 1,54 Mrd. Euro erhöhte. Reiseverkehrseinnahmen und -ausgaben wuchsen laut OeNB etwa gleich stark um jeweils rund 6 Prozent.
Die Nationalbank weist darauf hin, dass es sich bei der vorliegenden Cash-Bilanz um eine "aktuelle, dafür aber nur grob gegliederte Statistik" handelt, die zum Großteil auf Zahlungsströmen basiert. Ein detalliertes Ergebnis, das auf dem Berechnungsmodell nach Transaktionen beruht, werde im April zur Verfügung stehen. Es müsse daher - wie schon in den Vorjahren - mit Abweichungen vom Cash-Ergebnis gerechnet werden.

