Freitag, 15. Februar 2002

Bei Ford 1.400 Jobs in Belgien betroffen

Die Ford-Werke streichen in ihrem belgischen Werk in Genk 1.400 Stellen. Gleichzeitig sollen 900 Mill. Euro (12,4 Mrd. S) in die Produktionsstätte investiert werden, teilte Ford am Donnerstagabend in Köln mit. Dies habe die Unternehmensleitung der Arbeitervertretung mitgeteilt. Mit einem neuen Produktionssystem sollen in Genk bis zu vier unterschiedliche Modelle gefertigt werden. Die Produktion des Ford Transit werde in die Türkei verlagert.

Der Umbau des Werkes sichere 1.000 Arbeitsplätze, die ansonsten gefährdet seien. "Dies bedeutet, dass bei seiner Umsetzung statt 2.400 nur 1.400 Arbeitsplätze verloren gehen", hieß es in einer Mitteilung. Die Stellen soll binnen zwei Jahren durch freiwillige Programme abgebaut werden.

In Genk sollen künftig die nächste Generation des Ford Focus, der Mondeo und das Nachfolgemodell des Ford Galaxy produziert werden. Ab 2004 sollen jährlich 450.000 Autos vom Band rollen.

Auch die General Motors, Detroit, baut am Standort Linden im US-Bundesstaat New Jersey 1.100 Stellen und damit die Hälfte der Belegschaft des Lkw-Werkes ab. Der US-Automobilhersteller begründete den Abbau am Donnerstag mit der nachlassenden Nachfrage auf dem Nfz-Markt. Es falle eine komplette Produktionsschicht weg, hieß es weiter.

15.2.2002 09:21