Donnerstag, 14. Februar 2002

Wieltsch im Vorstand, neben Michaelis

Der Aufsichtsrat der staatlichen Industrieholding ÖIAG hat Rainer Wieltsch (Bild) am Freitag in einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung zum zweiten ÖIAG-Vorstandsmitglied - neben Peter Michaelis - bestellt. Das bestätigte die ÖIAG in einer Pressemitteilung. Wieltsch, der laut ÖIAG "breite internationale Industrie-Erfahrung" mitbringt, tritt seine neue Funktion mit 1. Mai 2002 an.

Die Ressortverteilung der beiden gleichberechtigten ÖIAG-Vorstände Michaelis und Wieltsch soll in der nächsten ÖIAG-Aufsichtsratssitzung beschlossen werden. Michaelis hat in dem Zweier-Vorstand die Sprecherfunktion inne.

Wieltsch wurde 1944 in Schärding/Inn (Oberösterreich). Nach Abschluss des Maschinenbau-Studiums an der Technischen Universität Wien begann er seine Karriere 1969 bei IBM in Wien als Verkaufsleiter. Danach wechselte er in Stabspositionen, anschließend wurde Wieltsch für drei Jahre in das IBM-Headquarter nach Paris berufen. Dort war er in leitender Position an der Umorganisation des Unternehmens IBM mitbeteiligt. Nach zwei Jahren in der Geschäftsführung IBM-Osteuropa wurde er mit der Einführung des PC in Österreich betraut.

1987 übernahm Wieltsch die Geschäftsführung des niederösterreichischen Holzwerkstoffhändlers Frischeis in Stockerau und leistete seinen Beitrag zur Weiterentwicklung des Unternehmens zum führenden Holzhändler Österreichs.

1992 wechselte der gebürtige Oberösterreicher als Finanzchef zur Egger-Unternehmensgruppe in Sankt Johann (Tirol), einem österreichischen Familienunternehmen, das aus einem Holzwerkstoffkonzern und einer Getränkegruppe besteht. In seinen Aufgabenbereich als Finanzchef mit Schwerpunkt Finanzen und Controlling fielen unter anderem auch die Bereiche Logistik, Personal und Mergers & Akquisitions. Die Egger Unternehmensgruppe ist ein transnationales Unternehmen mit österreichischem Mutterhaus und setzt mit 4.500 Mitarbeitern jährlich 20 Mrd. S (1,45 Mrd. Euro) um.

14.2.2002 22:10