Verhandlungen über Wert von Adtranz gescheitert

Die Bombardier Inc, Montreal, wird die DaimlerChrysler AG, Stuttgart, im Zusammenhang mit der Übernahme von Adtranz auf eine Mrd. Euro (13,76 Mrd. S) Schadenersatz verklagen.
Der kanadische Verkehrstechnik- und Luftfahrtkonzern bezeichnete die Verhandlungen mit dem deutsch-amerikanischen Automobilhersteller über den Wert von Vermögenswerten der DaimlerChrysler Rail Systems GmbH (Adtranz) als gescheitert. Deshalb strenge Bombardier jetzt eine Schadenersatzklage nach der Schiedsordnung der Internationalen Handelskammer an.
DaimlerChrysler weist Bombardier-Forderung zurück
Der DaimlerChrysler-Konzern hat die von der kanadischen Firma Bombardier erhobenen Schadensersatzansprüche im Zusammenhang mit dem Erwerb der ehemaligen Daimler-Tochter Adtranz zurück gewiesen. Die Forderungen seien "abwegig und in jeder Hinsicht unbegründet", erklärte DaimlerChrysler am Donnerstag in Stuttgart. Bombardier bewege sich mit den Schadensersatzansprüchen außerhalb der vertraglichen Vereinbarungen, und DaimlerChrysler werde sich mit "allen verfügbaren Mitteln" zur Wehr setzen. Bombardier hatte zuvor mitgeteilt, auf Grund einer unterschiedlichen Auffassung zu Adtranz-Vermögenswerten einen Schadensersatz von rund einer Milliarde Euro von DaimlerChrysler verlangen zu wollen.

