Mittwoch, 13. Februar 2002

2001 angestrebte Ziele erreicht

Der französische Autoriese PSA Peugeot Citroen hat nach kräftigen Sprüngen im vergangenen Jahr auch 2002 einen gelungenen Start erwischt. Im Heimatmarkt Frankreich verkaufte PSA im Jänner etwa sechs Prozent mehr Autos als ein Jahr zuvor.

Mit einem Marktanteil von fast 34 Prozent hat der Konzern damit erstmals den Konkurrenten Renault (Marktanteil 26,4 Prozent) klar abgehängt. Damit erntet die "Löwen-Firma" nach Ansicht von Experten die Früchte der Modell-Entwicklung, während Renault für seine weniger beliebten Produkte Preisnachlässe gewähren muss.

Weltweit erwartet PSA-Chef Jean-Martin Folz einen Anstieg der Verkäufe um etwa vier Prozent, was 3,25 Mill. Autos entspricht. In Westeuropa erwartet Folz "angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten" allerdings bestenfalls ein stabiles Ergebnis.

Stützen des Geschäfts sind vor allem die seit 2001 angebotenen Mittelklasse-Modelle Peugeot 307 und Citroen C5, ebenso wie der Kleinwagen Peugeot 206. PSA profitiert zudem von seinen Dieselmotoren mit Direkt-Injektion (HDI).

2001 hat PSA alle angestrebten Ziele mit einem Anstieg der Verkaufszahlen um 11,3 Prozent auf weltweit 3,13 Mill. verkauften Autos erreicht. Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 51,6 Mrd. Euro (710 Mrd. S). Der Reingewinn sprang um 29 Prozent auf 1,69 Mrd. Euro.

In Westeuropa, wo der Konzern 81 Prozent seiner Autos verkauft, hat PSA um 9 Prozent zugelegt und sich damit als Nummer Zwei hinter dem Marktführer Volkswagen etabliert. Auf dem deutschen Automarkt zählte PSA mit einem Zulassungsplus von mehr als 5 Prozent auf 158.424 Pkw (Marktanteil 4,7 Prozent) zu den wenigen Gewinnern des Autojahres 2001 - fast ausschließlich dank kräftiger Zuwächse der Marke Citro#n.

Renault hatte das Jahr 2001 dagegen mit einem leichten Gewinnrückgang auf 1,05 Mrd. Euro abgeschlossen. Dieses Ergebnis ist in erster Linie dem japanischen Partner Nissan zu verdanken, der 497 Mill. Euro zum Gewinn beigetragen hat. Der operative Gewinn des Unternehmens ging vor allem wegen der Krisen in Argentinien und der Türkei um 74 Prozent auf 473 Mill. Euro zurück.

13.2.2002 14:30