Dienstag, 12. Februar 2002

Im Juli sperrt Traiskirchen zu

Bei den Gesprächen zum Sozialplan für die Mitarbeiter des Semperitwerkes Traiskirchen wurden heute Details ausgearbeitet. Man einigte sich für die von der Kündigung bedrohten Dienstnehmer auf Einzelheiten bei der Abfindung und andere Ansprüche die bei Dienstende anfallen.

Noch umstrittene Details zum Sozialplan für die knapp 1.000 Beschäftigten der niederösterreichischen Semperit Reifen (Traiskirchen), die noch in diesem Jahr ihren Job verlieren werden, sind am Dienstag bei einer Sitzung im Arbeitsministerium geklärt worden. Bei dem im Rahmen der "Wirtschaftskommission" geführten Gespräch sei es zu einer weit gehenden Einigung über die Ansprüche gekommen, die den Dienstnehmern aus der Beendigung des Dienstverhältnisses erwachsen, sagte Semperit-Betriebsrat Alfred Artmäuer am Dienstag. Die Vereinbarung würde nun in den nächsten Tagen in Vertragsform gegossen.

Die Arbeitsstiftung, die für die Beschäftigten des Continentalkonzerns in Traiskirchen errichtet wird, war nicht Thema des Gesprächs der Kommission, der Vertreter von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite sowie des Ressorts angehören.

Conti hat sich im vergangenen Dezember dazu entschlossen, per kommendem Juli die Reifenproduktion bei Semperit still zu legen. Damit werden rund 950 der zuletzt 1.350 Jobs in Traiskirchen verloren gehen. Rund 400 Jobs in der Nicht-Reifenproduktion bleiben zunächst bestehen, sollen aber in zwei bis drei Jahren verschwinden.

12.2.2002 15:07