Dienstag, 12. Februar 2002

Lkw-Mautsystem kostet rund 290 Mio. Euro

Die Errichtung des Lkw-Mautsystems in Österreich wird nach Schätzung von Expertenkreisen rund 4 Mrd. S - also etwa 291 Mill. Euro - kosten. Im Wettbewerb stehen zur Zeit zwei Systeme, die ungefähr die gleichen Preisangebote haben.

Im Wettbewerb stehen zwei Systeme, eines das über Handy (GSM) und Satellitenortung via GPS (Global Positioning System) funktioniert und ein mikrowellenbasiertes System, bei dem Mautbaken an den Autobahnauf- und abfahrten notwendig sind. Beide Systeme kosten nach Expertenschätzungen in der Errichtung im Wesentlichen gleich viel.

Während bei der Handy-Lösung die On-Board-Units die Kosten verursachten, seien es bei der Mikrowellenlösung die rund 800 notwendigen Baken. Nur wenn eine GPS/GSM-Lösung zeitgleich in Deutschland eingeführt würde, würde der Preis für diese Variante sinken. Da sich in Deutschland die Entscheidung jedoch nach dem nunmehrigen Einspruch der Länder noch deutlich verzögern werde, müsse Österreich nun voraussichtlich eine autonome Entscheidung treffen. Die Verhandlungen würden sich daher vor allem um die Technologiefrage drehen und damit darum, welches System sicher sei und wo die Kontrolle besser funktioniere.

Noch vier Konsortien im Rennen
Im Rennen um die Lkw-Maut sind derzeit noch vier Konsortien: eine Gruppe um die Deutsche Telekom gemeinsam mit DaimlerChrysler, max.mobil, Efkon und Mayreder, ein Konsortium um Siemens mit der OMV, der Mobilkom Austria, der Raiffeisen Landesbank Oberösterreich (RLB OÖ) sowie der deutschen Ages (Vodafone-Konsortium), ferner die italienische Autostrade, sowie die österreichische Bauholding Strabag mit Fela und der RZB.

12.2.2002 11:23