Auftraggeber für Zulieferindustrie

Der deutsch-amerikanische Autokonzern DaimlerChrysler kauft jährlich um 1,23 Mrd. Euro (16,9 Mrd. S) in Österreich ein und ist damit der - nach Eigenangaben - größte einzelne Auftraggeber für die österreichische Zulieferindustrie. Diese Zahl nannte DaimlerChrysler-Chefeinkäufer Johannes Rudnitzky am Montag bei einer Veranstaltung der Zulieferbranche in Wien, bei der rund 70 Unternehmen ihre Produkte präsentierten.
In dem genannten Wert nicht enthalten sind die Umsatzzahlen des Grazer Eurostarwerks (rund 7,2 Mrd. S 2000), das DaimlerChrysler demnächst an Magna Steyr abgeben dürfte.
Im Zusammenhang mit den Verkaufsverhandlungen hat Chrysler die Verlegung der erst im vergangenen Jahr gestarteten Produktion des PT Cruiser von Graz nach Mexiko angekündigt. Stefan Mumelter, Chef der österreichischen Zulieferplattform AOEM, rechnet aber damit, dass das von DaimlerChrysler in Österreich nachgefragte Volumen durch verstärkte Zulieferungen zu anderen Konzernstandorten aber "nahezu kompensiert" werden kann. In seinem Statement warnte Rudnitzky allerdings davor, Zulieferungen als sicheren Besitzstand zu betrachten. Es gebe "keine Vergabe nach dem Erbhofprinzip", der Konzern überprüfe die bestehenden Zulieferbeziehungen laufend.
Skeptisch beurteilte Rudnitzky in seinem Statement am Montag die Aussichten für das Nutzfahrzeuggeschäft, besser wird sich nach Meinung des DaimlerChrysler-Chefeinkäufers das Pkw-Geschäft entwickeln.
Die in der AOEM organisierten mehr als 300 Firmen haben im vergangenen Jahr einen Produktionswert von rund 7 Mrd. Euro geschaffen, wobei die Umsätze der beiden großen, zu Autokonzernen gehörenden Motorenwerke in Steyr (BMW) und Wien-Aspern (GM-Fiat) in dieser Zahl enthalten sind.

