Spätes Vastic-Siegestor zum 1:0

Der FC Tirol ist doch zu packen. Nicht unbedingt im Kampf um den Meistertitel, denn die Innsbrucker liegen immer noch zwölf Punkte vor dem ersten Verfolger, der seit Sonntag SK Sturm heißt, doch immerhin. Ivica Vastic glückte im wahrsten Sinn des Wortes in der 88. Minute nach Vorarbeit von Masudi und Rauter mit einem trockenen Flachschuss aus 15 m das Siegestor zum 1:0.
Damit revanchierten sich die Grazer für die 0:1-Niederlage am 19. Februar im Nachtragsspiel und zogen gleichzeitig im Duell um Platz zwei an den Stadtrivalen GAK vorbei.
Mit seinem zehnten Saisontreffer ließ der Sturm-Kapitän die nicht gerade berauschende Vorstellung seiner Mannschaft in diesem bei regnerischem Wetter von nur knapp 7.000 Zuschauern (Saison-Minusrekord) besuchten "Schlager" vergessen. "Heute haben wir das Glück zurück bekommen, was uns im ersten Spiel gefehlt hatte", meinte Vastic, der damit auf die zwei Riesenmöglichkeiten der Tiroler knapp vor seinem Tor anspielte. In der 81. Minute war der unmittelbar vorher eingewechselte Scharrer freistehend an Sidorczuk gescheitert und in der 85. Minute hatte Panis aus kurzer Distanz die Unterkante der Latte bombardiert. Jener Panis, dem vor 14 Tagen mit einem Glückstreffer das 1:0 für seine Elf gelungen war.
Gäste dominierten
Der Titelverteidiger hatte mit der exakt gleichen Mannschaft wie vor 14 Tagen begonnen und kontrollierte in der "typischen 0:0-Partie" - wie nicht nur Panis meinte - fast die gesamte Zeit das Geschehen, auch wenn die Gastgeber vor allem nach der Pause im Feld dominierten, ihre wenigen Chancen aber zunächst ausließen. Der Meister setzte ganz auf Konter und fand in der Anfangsphase und eben im Finish seine Möglichkeiten vor.
Sturm kann sich bei Sidorczuk bedanken
So scheiterte Marasek in der zweiten Minute mit einem Freistoß an Sidorczuk, dann brachte Masudi Jezek nicht gerade lupenrein im Strafraum zu Fall (3.), ein Volley von Brzeczek strich haarscharf am Tor vorbei. Die beste Möglichkeit der Grazer fand Neukirchner in der 40. Minute vor, sein gefährlicher Schrägschuss wurde von Tschertschessow aber pariert.
Falsche Abseitsentscheidungen
Nach Seitenwechsel fanden Masudi (53./darüber) und vor allem Haas (71./rasierte aus bester Distanz den Ball) die besten Chancen vor, ehe dann Vastic doch traf und endlich Sturm nach vier sieglosen Spielen wieder einmal zu einem vollen Erfolg führte, während der FC Tirol erst seine dritte Saisonniederlage und sein erst sechstes (!) Verlusttor kassierte. Nicht zu vergessen: Schieds- und Linienrichter bereinigten jeweils eine große Chance durch falsche Abseitsentscheidungen. Vor der Pause wurde damit Haas, nach Seitenwechsel Gilewicz gestoppt.
Samstag, 2. März:
FC Kärnten - GAK 1:0 (0:0)
SV Salzburg - SV Ried 0:0 (0:1)
Austria Wien - SW Bregenz 3:0 (1:0)
Admira/Wacker Mödling - Rapid Wien 0:1 (0:0)
Sonntag, 3. März:
Sturm Graz - FC Tirol Innsbruck 1:0 (0:0)
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