Exzessive Ausgaben als unfairer Vorteil

Der Europäische Fußballverband UEFA plant harte Strafen für hochverschuldete Klubs. Laut der britischen Zeitschrift "Daily Telegraph" sollen Vereine mit enormen Geldproblemen für die internationalen Cup-Bewerbe Champions League und dem UEFA-Cup gesperrt werden. Mit Hilfe dieser Sanktionsmöglichkeit könnten Klubs gezwungen werden, ihre Ausgaben zu reduzieren und den Einnahmen anzupassen.
Die exzessiven Ausgaben einiger Vereine sei ein unfairer Vorteil gegenüber jenen Konkurrenten, die ordentlich wirtschaften, wird UEFA-Generalsekretär Gerhard Aigner zitiert. Die UEFA sei durch die finanziellen Schwierigkeiten einiger europäischer Spitzenmannschaften alarmiert, heißt es weiter. So ist der italienische Meister AS Roma bereits ins Visier der italienischen Finanzbehörde geraten, der AC Milan soll nach Medienberichten von dieser Woche gar am Rande des Bankrotts sein.
Die UEFA will nun bis 2004 ein neues Lizenzierungsverfahren einführen, dass von den nationalen Verbänden umgesetzt werden und schuldenfreie Klubs schützen soll. Laut Aigner sind dann die Vereine gezwungen, ihre Liquidität nachzuweisen. Auch Transferregelungen sollen in dem Verfahren neu diskutiert werden.
