Staatsanwalt will Schuldspruch für 16 Angeklagte

Wer ist Schuld am Tod von 155 Menschen beim Inferno von Kaprun (Das Unglück, die Ursache: Infos & Bilder)? Im Mai startet der Prozess. Das morgen erscheinende NEWS veröffentlicht schon jetzt exklusiv die wichtigsten Passagen aus der 119 Seiten starken Kaprun-Anklage der Staatsanwaltschaft Salzburg im Wortlaut.
Noch im Mai 2002 wird der Prozess gegen 16 Männer eröffnet, die beschuldigt werden, für den Tod von 155 Menschen im Tunnel von Kaprun verantwortlich zu sein. Strafdrohung: Jeweils fünf Jahre Haft. Alle Beschuldigten bekennen sich nicht schuldig.
Der technische Direktor der Gletscherbahnen Kaprun AG
Er wird beschuldigt, eine "sichere Bauweise und Ausstattung" der Wagenaufbauten unterlassen zu haben und dass er die "solcherart mangelhaft ausgeführten Garnituren ohne brandschutztechnische Vorbeugemaßnahmen in Betrieb gehen ließ". Zudem habe er "trotz regelmäßiger Benützung der Standseilbahn" nicht für die "Wartung/Überprüfung des verunreinigten Heizkörpers" gesorgt.
Der Betriebsleiter der Gletscherbahnen
Ihm lastet die Anklage an, "nur unzureichend für einen betriebssicheren und ordnungsgemäßen Zustand der Bahn" gesorgt und "die sich bereits seit längerer Zeit abzeichnenden brandauslösenden Spuren" nicht entdeckt zu haben.
Die Monteure der Herstellerfirma Swoboda
Ihnen wirft die Anklage vor, den "nicht für den Betrieb in Fahrzeugen zugelassenen Heizkörper eingebaut" zu haben und keine "Sicherheitseinrichtungen für Stör- bzw. Brandfälle" vorgesehen zu haben.
Hochrangige Beamten des Bundeministeriums für Verkehr, Innovation & Technologie
Sie werden dafür verantwortlich gemacht, dass sie "die Einhaltung der Auflagen nur unzureichend prüften und ihnen deshalb auch abweichende Ausführungen der Wagenaufbauten nicht auffielen". Darüberhinaus werden die Beamten und damit die Republik beschuldigt, "angebliche Überprüfungen nur am Papier" vorgenommen zu haben.
Die Techniker des TÜV (Technischer Überwachungsverein
Ihnen wird vorgeworfen, "als Verntwortliche des TÜV Österreich Überprüfungen nur unzureichend vorgenommen" zu haben.
Die ausführliche Story lesen Sie im neuen NEWS.
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